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SEO-Betrug und wie man sich schützen kann

SEO-BetrugSuchmaschinenoptimierung ist ein sehr lukratives Geschäft und eines der wichtigsten Themengebiete im Online-Marketing. Da viele Webseitenbetreiber nur wenig bis gar nichts über diesen Bereich wissen, ist es für windige Agenturen oft ein Leichtes seine Kunden längerfristig über den Tisch zu ziehen. Wer SEO betreibt, der sieht sich oft einer großen Konkurrenz ausgesetzt und kommt so schnell in Versuchung auch mal unseriöse Methoden für das schnelle Geld auszuprobieren. Da Ergebnisse in vielen Fällen nur schwer überprüfbar sind, kann sich der SEO hier schnell mit ein paar pfiffigen Argumenten herausreden. Mangels Erfahrung und Fachwissen glauben die meisten Kunden auch fast alles, was man ihnen erzählt.

Eine seriöse SEO-Agentur bietet immer das nötige Maß an Transparenz für seine Kunden und kann jeden Schritt stets erklären und nachvollziehbar erläutern. Um SEO-Betrug vollkommen auszuschließen sollte man sich auf jeden Fall Referenzen zeigen lassen und außerdem einmal recherchieren, ob nicht zufällig eine der unten genannten SEO-Methoden benutzt wird.

 

Methoden für SEO-Betrug

  • Häufig werden horrende Rechnungen gestellt, ohne dass Einzelnachweise über Tätigkeiten erbracht werden.
  • In krassen Fällen kommt es sogar vor, dass einfach gar nicht unternommen wird und bereits bestehende SEO-Links werden als Eigenleistung angegeben.
  • Die Agentur gibt sich bei anderen Webseitenbetreibern betrügerisch als die Konkurrenz seines Kunden aus und informiert die Betreiber, dass das Angebot der Konkurrenz nicht mehr existiert und der tote Link bitte entfernt werden solle.
  • Die SEO-Agentur schreibt Webseitenbetreiber an, dass deren gesetzte Links bitte durch die Links des Kunden zu ersetzen seien, da der vorherige Service eingestellt wird.
  • Es werden hunderte Spamlinks gesetzt, die dann als wertvolle Backlinks dem Kunden verkauft werden. Einer seriösen SEO-Agentur sollte spätestens nach dem Penguine-Update klar sein, dass man die Finger von solchen Methoden lassen sollte.
  • Der Traffic der Webseite wird künstlich durch Bots erhöht, damit dem Kunden Erfolg der SEO-Kampagnen vorgetäuscht wird.

Es gibt natürlich noch mehrere dieser SEO-Betrugsmaschen und jede für sich stellt schon einen Straftatbestand dar. Es gibt aber auch Mittel und Wege sind zur Wehr zu setzen.

 

Maßnahmen gegen SEO-Betrug

  • Es sollten keine längerfristigen Verträge abgeschlossen werden, vor allem dann nicht, wenn keine Referenzen gezeigt werden können
  • Referenzen sind das Stichwort: Einfach mal nachfragen, ob die SEO-Agentur bereit ist Vorzeigekunden preiszugeben
  • Alle Maßnahmen sollte dokumentiert sein
  • Falls man doch einmal hereingefallen sein sollte, kann man eine Detektei für Privat- und Wirtschaftsermittlungen beauftragen der Sache einmal auf den Grund zu gehen.
  • Falls nur der Verdacht vorliegt, dann kann man ja mal einen IT-Fachmann aus dem Bekanntenkreis fragen, was er von den Leistungen hält. Grundsätzlich sollte dies aber auch VOR dem Abschluss von längerfristigen Verträgen geschehen.
  • Falls es sich um reines Linkbuilding bei den SEO-Leistungen handelt, muss immer hinterfragt werden, ob die Links, die gesetzt werden auch von echten Menschen angeklickt werden würden.
  • Viele Anbieter erschrecken schon, wenn man einfach mal anmerkt, dass man die schlechten Services ja in gewissen Foren publizieren könnte
  • Falls alles nichts hilft, dann bleibt einem immer noch der Rechtsweg. Dies ist aber leider immer die langwierigste Methode sich zur Wehr zu setzen
  • Als technischer Laie sollte man immer misstrauisch sein, wenn man die Erklärungen der SEO-Agentur nicht versteht. Ein guter SEO weiß sich zu erklären.

Man kann nur hoffen, dass unseriöse Anbieter nach und nach entlarvt werden, damit der Ruf der Branche wieder besser wird. Seriöses SEO bedeutet Transparenz und harte Arbeit. Das sollte dem Anbieter und dem Kunden immer bewusst sein.

 

9 Antworten

  1. Sehr interessanter Artikel, aber er zeigt wieder einmal, dass das Vertrauen kein Attribut ist, welches im Internet Business fehlen sollte.
    “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast”, trifft auch in diesem Punkt wieder zu.
    Doch leider muss man sagen, dass es manche “Kunden” auch selbst Schuld sind. SEO ist ein Prozess und ist nicht vergleichbar mit einem ReDesign des Projekts, welches in festen Zeitfenstern abläuft.

    Wie oft hat man auf die Frage “Was sind Ihre Ziele?” gehört, “natürlich Besucher nur das bedeutet ja auch Umsatzgewinne”.

    Solche Leute bekommt man dann zufrieden gestellt, in dem die Logs eine Steigung anzeigen, dass die Facebook-Page 100 Fans pro Woche mehr hat.
    Dass das nichts mit SEO zu tun hat, ist mir und vielen Lesern hier bekannt, leider aber nicht allen.

    Besten Gruß, Daniel

  2. Interessanter Artikel, gerade für mich als SEO-Anfänger.

    Man hört und liest momentan so viele SEO-Strategien, welche alle mehr oder weniger funktionieren sollen, sich aber teilweise widersprechen und teilweise sehr zeitintensiv sind.
    Die Versuchung ist also groß, sich direkt an jemanden zu wenden, der weiß wovon er redet. Un bei solchen Agenturen sollte man das eigentlich denken können.
    Absolute Schweinerei, dass damit Abzocke betrieben wird.

    Ich werde daher weiterhin die Finger von solchen Angeboten lassen und lieber mit guter Hoffnung “learning-by-doing” betreiben. Auf lange Sicht ist das wohl die sinnvollste und auch sicherste Methode.

    Gruß,
    Chris

  3. Das Problem taucht immer dann auf, wenn ein beruflicher Titel nicht geschützt ist. Jeder, wirklich jeder, kann sich als SEO bezeichnen und damit den Ruf aller seriösen SEOs (und davon gibt es ja zum Glück auch einige) schädigen.

    Vielen Dank, dass Du da auch für Laien etwas Licht ins Dunkel bringst!

  4. Ich denke auch, dass dies ein Problem ist, dass bei allen Berufen auftaucht, die nicht durch Prüfungen geschützt sind. Verstärkt wird dies natürlich hier noch durch die technische Komplexität und dadurch, dass SEO ein Prozess ist, der nicht sofort Ergebnisse liefern kann, so dass die Tätigkeiten einer SEO-Firma von Laien schwer überwacht werden können.
    Deswegen ist es schön, dass du hier aufzählst, was man bei einem Auftrag beachten muss.

  5. seo betrug, ich denk mann muss ein bischen über SEO wissen vor mann ein betrieb dafur mietet, dann kann nicht soviel schieff gehen
    (entschuldigung mein deutsch)

    Lg
    Marcel

  6. Der Beitrag bietet einen sehr guten Überblick.
    Vielen Dank!

    Noch ein Tipp, um sich gegen unseriöse SEO-Dienstleister zu schüten:

    Wenn Linkbuilding eingekauft wird, im Vertrag unbedingt regeln, welche Qualität die Links haben sollen (z.B. 500 Links von themenrelevanten Seiten).

    Ansonsten sehen die Gerichte auch das Setzen von Spam-Links etc als Vertragserfüllung des SEO-Dienstleisters an.

    So kürzlich entschieden vom LG Amberg Urteil

  7. Learning-by-doing ist zwar anfangs zeitintensiv und evtl. auch “nervig” aber nur so ist man auf der wirklich sicheren Seite…
    Alles andere kann rausgeschmissenes Geld bedeuten. Wirklich guter Beitrag für alle Anfänger!!

  8. Manchmal scheint mir Betrug nicht ganz einfach als solcher erkennbar zu sein. Gibt es doch viele Anbieter, die auf Teufel komm raus Backlinks für ihre Auftraggeber erzeugen wollen. Die tun das dann, indem sie in jedem sich irgendwie anbietenden Blog inhaltlichen Unsinn verfassen – Hauptsache der beworbene Link taucht an irgendeiner Stelle im Text auf. Es werden dann Phantasienamen verwendet, oder der angebliche Kommentator ist im einen Blog Vater von zwei und im anderen Blog Mutter von fünf Kindern. Das ist nicht nur peinlich, sondern es handelt sich um eine manipulative Praxis.

    Schlussendlich dürfte das früher oder später auf die Beworbenen zurückfallen. Ich würde das für mein Institut nicht wollen. Wo ich kommentiere, da erfolgt das unter dem vollen Klarnamen; und ich schreibe alleine deshalb, weil ich einen inhaltlichen Beitrag zu leisten habe.

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