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Online-Marketing = Kommunikation auf Augenhöhe

Frust und das Gefühl Geld zum Fenster herausgeworfen zu haben. Das ist das Gefühl vieler Unternehmer, die in Online-Marketing und soziale Netzwerke investiert haben, weil sie gehört haben, dass man heutzutage bei Facebook eine Fanpage haben muss. Ihnen wurde von einer Agentur geraten sich stärker in diesen Netzwerke zu engagieren, da dies den Umsatz steigere. Punkt. Nichts mehr. Für dieses Beratungsgespräch wurden dann 1.000€ kassiert und der Unternehmer wurde allein gelassen mit seinem Schmerz. Es muss nicht immer so ablaufen, ganz im Gegenteil. Es gibt viele kompetente Agenturen, die einem immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Was ist das Ergebnis schlechter Beratung?

Vielen Unternehmern ist das Prinzip des Web 2.0 nicht bekannt. Genau hier werden die meisten Fehler begangen. Das Internet ist ein Ort des Gebens und des Nehmens geworden. Der Normalfall eine schlechte Online-Marketing Strategie ist der, dass ein Unternehmer einen Online-Shop betreibt und ständig Produktlinks über Twitter, Facebook und Google+ verbreitet. Wer jetzt lacht und denkt, dass so blöd ja niemand sein kann, dem sei gesagt, dass ich dieses Vorgehen schon viel zu oft erlebt habe. Das i-Tüpfelchen bilden dann Spam-Newsletter, dessen Datenbank mithilfe von Email-Grabbern (Programme, die das Internet automatisch nach Email-Adressen absuchen) gefüllt wurde. Neulich durfte ich live miterleben, wie ein Unternehmer bei diesem Vorgehen enttäuscht vor sich hinmurmelte:

“Nur 1% haben die Email geöffnet? Ich hatte mit mindestens 50% gerechnet”

In vielen Fällen hat auch einfach nur Produktverliebtheit die Schuld am Scheitern der Online-Marketing Strategie. Oftmals wird geglaubt, dass man “das einzig Wahre” Produkt am Markt hat; die einzige Innovation, die das Leben unserer Kunden radikal verändern wird. Widerrede sinnlos.

 

Wie macht man es also richtig?

Eine gute Online-Marketing und Social Media Strategie muss in erster Linie auf Kommunikation auf Augenhöhe basieren. Ja, es hört sich einfach an, es ist jedoch in der Praxis unglaublich schwer umzusetzen. Augenhöhe bedeutet also auch, dass Kritik akzeptiert wird und dass diese dazu benutzt wird über seine eigenen Produkte nachzudenken. Leider werden nur allzu oft kritische Kommentare aus eigenen Blogs oder der Fanpage einfach nur heraus gelöscht. In diesen Fällen wurde verpasst die Möglichkeit zum Dialog wahrzunehmen. Eine einmalige Gelegenheit! Die Strukturen des Internets sind grundsätzlich auf Anonymität basierend. Der Normalfall ist also, dass jemand eine Webseite einfach wegklickt, wenn er sich nicht wohlfühlt. Ein anonymer User verlässt also die Webseite ohne auch nur den Hauch einer Spur zu hinterlassen.

 

Kritik ist grundsätzlich gut gemeint!

Wenn sich nun jemand die Mühe macht und seine negativen Erfahrungen mit dem Produkt oder der Webseite nieder zuschreiben, dann spricht vieles dafür, dass er unbewusst eigentlich ein zufriedener Kunde ist, dem etwas daran liegt, dass das Produkt verbessert wird. Der User investiert schließlich Zeit und Mühe in einen Kommentar. Wäre er zu 100% erbost oder komplett desinteressiert, dann würde er diese Mühe nicht auf sich nehmen. Wenn diese Art von konstruktiver Kritik nicht angenommen wird, dann ist die komplette Online-Marketing Strategie zum Scheitern verurteilt.

 

Online Reputation Management

Was ist noch wichtig? Hinter dem tollen Begriff “Online Reputation Management” versteckt sich nichts anderes als ein guter Ruf im Internet. Integraler Bestandteil im Online-Marketing sollte es also sein, sich einen guten Ruf in seiner Nische aufzubauen. Dies wird auf keinen Fall erreicht indem einfach nur Werbelinks durch die sozialen Netzwerke geblasen werden, nein, vielmehr muss an der allgemeinen Diskussion über eine Nische teilgenommen werden. Dies kann zum Beispiel über Linkaufbau mit Gastartikeln geschehen. Es gibt aber noch wesentlich mehr Kriterien, die ein Unternehmer im Web 2.0 erfüllen muss, damit sich wirklich der Erfolg einstellt. Wenn der Kunde merkt, dass ihm aktiv zugehört wird und im wirkliche Lösungen für seine Probleme angeboten werden, dann wird er auch gerne in dem betreffenden Online-Shop einkaufen gehen und das Produkt sogar weiterempfehlen. Wenn nicht, tja, dann passiert im Besten Fall gar nichts, und im schlechtesten Fall gibt es negative PR.

 

Fazit

Der Normalfall ist jedoch, dass das ausgegebene Geld einfach verpufft und sich der Unternehmer wieder aus dem Online-Marketing ins Offline-Marketing verabschiedet und Geld für Briefkastenprospekte und Zeitungsanzeigen ausgibt. Dies alles hätte mit einer guten Beratung verhindert werden können. Es gibt aber noch eine bessere Möglichkeit: Vielleicht sollte der betreffende Unternehmer einfach mal bei seinen Angestellten nachfragen, ob nicht zufällig ein Blogger dabei ist. Dann sitzt das sogenannte Human Capital nämlich schon im Unternehmen und kann sofort loslegen mit einer geeigneten Online-Marketing Strategie. Siemens hat im Zuge einer Neustrukturierung des Unternehmens einmal gesagt: “Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß…”

Es geht leider viel zu oft, viel zu viel daneben, oder?

 

5 Antworten

  1. Ja … Online-Marketing =Dialog=Info Austausch=”Ort des Gebens und des Nehmens”

  2. […] den Originalbeitrag weiterlesen: Online-Marketing = Kommunikation auf Augenhöhe Content/ Zitat Ende Klicken Sie einfach auf den Link unter "Beitrag weiterlesen", dann gelangen […]

  3. Man sollte sich halt auch selber mit beschäftigen und sich nicht unbedingt auf Agenturen verlassen.
    Das gilzt für den kompletten Bereich SEO

  4. Wenn dem kleinen Handwerkerbetrieb von nebenan eine Facebook-Fanpage verkauft wird, dann macht das natürlich wenig Sinn. Unsinnige Leistungen werden aber auch in anderen Branchen verkauft. Ein gutes Beispiel sind Versicherungen. Die Erfüllung von Verkaufs- und Provisionsquoten ist oft wichtiger als der Mehrwert für den Kunden.

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