Facebook Twitter Gplus RSS
magnify

Liken, Plussen und Tweeten – Brauche ich noch ein Blog?

Wo geht sie hin, die Online-Marketing Reise? Mit Google+ gibt es nun noch ein Netzwerk mehr um welches sich die Social Media Strategen eines Unternehmens kümmern müssen. Besonders ärgerlich
Online Marketing & Social Mediaist dabei, dass viele Mittelständler sich gerade in andere Themen, wie z .B. Facebook oder ein eigenes Blog, eingearbeitet haben und nun schon wieder etwas Neues kommt. Muss die komplette Social Media Strategie jetzt wieder über den Haufen geworfen werden? Kann das Facebook-Konto jetzt gelöscht werden? Und überhaupt: Was bringt es überhaupt noch zu bloggen?

Viele Unternehmen setzen bei der Social-Media Strategie mittlerweile nur noch auf Facebook. Es wird eine Unternehmensseite eingerichtet auf welcher dann entsprechende Inhalte publiziert werden. Das meiste ist Werbung und verweist direkt und ungebremst in den eigenen Online-Shop. Der Grund hierfür ist einfach: Eine Facebook-Seite ist viel leichter zu pflegen als ein eigenes Blog.

 

So viel Social-Media und trotzdem kein Erfolg!

Das Resultat jedoch ist, dass sich diese Unternehmer mittelfristig wundern, warum der entsprechende Erfolg ausbleibt und niemand die Produktseiten “liked”. Mit Google+ kommt jetzt noch ein weiterer Konkurrent ins Spiel und die Verwirrung steigt weiter an. Eine vernünftige Online-Marketing Strategie wird immer komplizierter durch die vielen Möglichkeiten, die jeden Tag neu dazu kommen.

“Bei all den Social Networks bleibt keine Zeit um ein Blog zu pflegen.”

Das ist dann das häufigste Argument, das man hört. Es wird viel zu oft gedacht, dass die komplette Online-Marketing Strategie ohne Facebook & Co. nichts mehr wert ist. Deshalb wird das firmeneigene Blog vernachlässigt, weil einfach die Ressourcen dafür fehlen. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall.

 

Warum also bloggen?

Das eigene Blog muss als Endpunkt der Social-Media Strategie gedacht werden. Im Blog sollte über interessante Neuigkeiten aus der eigenen Branche berichtet werden. Das Corporate Design muss natürlich verwendet werden, jedoch sollte man vorsichtig im Umgang mit Eigenwerbung sein. Mit dieser Strategie schafft man es schließlich, dass interessante Inhalte veröffentlicht werden, die auch gerne weiterempfohlen werden. Dadurch schafft man sich einen Namen in der Branche als absoluter Experte in einem gewissen Bereich. Wenn die Inhalte gut sind, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, das weitere Links von Dritten auf die Unternehmenswebseite gesetzt werden. Bei Nur-Online-Shops ist das oft schwierig, da niemand freiwillig einen Link auf eine Produktseite setzen würde.

 

Social Media als Mittel zum Zweck

Google+, Facebook, Twitter & Co. sollten dabei lediglich als Mittler eingesetzt werden. Die Menschen sind in den Netzwerken. Das Ziel sollte sein, sie dort herauszuholen um den Traffic auf das eigene Blog zu “schaufeln”. Das hat zwei wesentliche Vorteile: Erstens gibt es innerhalb der Netzwerke viel zu viele Ablenkungsmöglichkeiten. Die Benutzer sind mit einem Auge immer bei irgendetwas anderem (Chatten, Nachrichten, andere News etc.). Zweitens hat man nur in seinem eigenen Blog die volle Kontrolle über Inhalte und Design. Außerdem wird der Domainname schon mal mit einem halben Auge wahrgenommen. Bei einer späteren Rückkehr in diesen Shop, beispielsweise über eine Adwords-Anzeige, ist der User dann auf nicht ganz unbekanntem Terrain und man hat schon ein bisschen Vertrauensvorsprung. Und mehr Vertrauen erhöht bekanntlich die Conversion-Rate. In einem eigenen Blog wird man besser als Individuum wahrgenommen und entsprechend gut auch wiedererkannt.

 

Deshalb wird gebloggt!

Ein eigenes Blog stärkt letzten Endes auch die Domain insgesamt und der Traffic, der von den Suchmaschinen kommt wird sich erhöhen. Es hat also nur Vorteile, wenn man sich die Zeit und die Muße nimmt sich einmal die Woche hinzusetzen und einen guten Artikel über seine eigenen Nische zu schreiben. Außerdem macht es Spaß. Wer sich nur auf die Social Networks konzentriert verschenkt seine tollen Inhalte an Google und Facebook. Der Traffic, der durch die Like-, Tweet- und Plus-Buttons generiert wird, ist auf der eigenen Seite sicher auch besser aufgehoben, als in den Netzwerken. Im Endeffekt erfüllen also sowohl die Social Networks, als auch ein eigenes Blog seinen Sinn und haben ihre Daseinsberechtigungen nebeneinander. Wie so oft: Der Mix macht´s!

Also: Bloggen was das Zeug hält. – Und zwar auf der eigenen Domain!

Foto: © Gerd Altmann / PIXELIO

 

14 Antworten

  1. Genau meine Meinung!

    Dieses ganze “Sau durchs Dorf treiben” was mit Facebook gerade passiert wurde zwar bereits Mitte des letzten Jahrzehnts auch mit Blogs gemacht, aber letzten Endes werden Blogs meiner Meinung nach gerade im Corporate-Bereich eine wahre Renaissance erleben.

    Die Vorteile liegen auf der Hand:
    ein Blog ist im Netz für jeden erreichbar, für jeden kommentierbar, für jeden teilbar! Habe ich eine Facebook-Fanpage, dann kann man sich zwar die Inhalte ansehen, aber spätestens beim kommentieren, bei der App-Nutzung oder dem weiterleiten der Informationen bin ich meist an die Zugehörigkeit bei Facebook gebunden.
    ein Blog kombiniert alle Möglichkeiten des Webs! Man kann in den relativ simplen CMS so ziemlich alles durch einfache Programmierung einfügen, auf etwas hinweisen und andere Kanäle auf einer Plattform zusammen laufen lassen
    Es ist billig! Die meisten Blogsysteme sind kostenfrei bzw. für einen relativ kleinen monetären Beitrag nutzbar. Dies sind sie schon seit deren Bestehen. Sollte Facebook an die Börse gehen, bin ich ir bei den Fanpages nicht mehr so sicher, ob es gratis bleibt. Bei Blogs, aber auch bei eigentlich allen Social Media Plattformen ist die Zeit der größte Kostenfaktor.

    Dieser Kostenfaktor ZEIT ist auch meines Erachtens das, was Unternehmensentscheider neben KONTROLLVERLUST lernen müssen. So was kann und sollte man mal nicht nebenbei mit betreiben.
    Außerdem sollten sich Unternehmen nicht von allem möglichen “hippen” Agenturen alles und nichts verkaufen lassen. Oftmals sind in jedem Unternehmen Mitarbeiter, die sich privat bereits mit Social Media befassen und können zumindest in der anfänglichen Bedarfsanalyse des Unternehmens, also der eigentlichen Zielsetzung einer Online-Strategie zu Rate gezogen werden (was zusätzlich noch interne Kommunikationsvorteile mit sich bringt. Stichwort Partizipation, Wissensmanagement, etc.). Denn oftmals habe ich das Gefühl, das man eher die bunte PowerPoint der Agentur gekauft hat als das, was für das Unternehmen sinnvoll ist.

    AUßERDEM: Am 05. November geht laut Anonymous so wieso der blaue Facebook-Stern unter. 😀
    http://goo.gl/VTPNR

  2. @Johnny Deluxe:
    Das mit Facebook und Anonymous habe ich auch gerade gehört. Mal sehen was dran. Es gibt ja schon ganz gute (und teure) Software gegen DDos. Facebook schläft wahrscheinlich auch nicht komplett auf dem Baum und wird sich wappnen. Mal schauen…

  3. Naja, also klar denke ich auch, dass Facebook nicht ganz blöd ist, aber ich fand auch deren Reaktionen auf die g+ Konkurrenz recht dürftig.

    An sich bin ich gespannt was passieren wird, wenn überhaupt was passiert. Facebook hin oder her, Google ist vor so was ja auch nicht gewappnet, vor allem wenn die weiterhin so diese Klarnamen-Zwangpflicht fahren, die mich seit Tagen auch mein g+ Profil kostet.

    Aber wir streifen ganz vom eigentlichen Beitragsthema ab: bloggen in der Unternehmenskommunikation! Wichtiges und spannendes Thema!

  4. Olaf

    Dieses Thema wird Firmen und ihre SEOs auch weiter interessieren, selbst wenn sich zukünftig noch fünf weitere große Netzwerke am Markt tummeln sollten.

    Ich habe nur das Gefühl, dass für alleinige Firmen-Accounts oder für die typischen Linksammlungen zu Fachthemen mittlerweile eine gewisse Sättigungsgrenze erreicht ist.

    Deshalb halte ich Blogs auch für unverzichtbar: Einfach effektiver scheint mir der Weg, dass sich Mitarbeiter als Firmenangehörige zu erkennen geben und in ihren Netzwerken dosiert Fachinfos bzw. Werbung verbreiten, am besten im Kontext Humor oder schlicht Kundenservice. Eigene Blogs sorgen dann zusätzlich für das im Artikel erwähnte Vertrauen. Spontan fällt mir da Matt Cutts von Google ein, der eher sparsam bloggt.

    Wo liegt nun der Sättigungsgrad? Und liegt er unterschiedlich hoch? Beim Durch”scannen” einiger Artikel hier fiel mir auf, dass meist mehr plus1’en gegeben wurden als facebook-likes.

    Dieses Bild könnte noch verzerrt sein, ist doch davon auszugehen, dass hauptsächlich hartgesottene Social Media Leute jetzt schon am Betalauf von Google+ teilnehmen und eher geneigt sind, Punkte zu verteilen. Aber auch das wird interessant sein, weiter zu beobachten.

  5. @Olaf:
    Ich denke, dass das Verhältnis zwischen Plusses (schreibt man das so?) und Likes stark von der Zielgruppe abhängt. Bei Google+ sind zurzeit mehr Menschen die eher meinen Blog über Online-Marketing lesen, als bei Facebook. Dementsprechend kriege ich wohl nicht so viele Likes. Wer weiß wie sich das entwickelt…

  6. @Olaf / +Olaf 😉
    Da stimme ich dir ebenfalls zu. Es ist ja auch in der Fachliteratur immer wieder von “Mitarbeitern als Unternehmensbotschaftern” zu lesen. Das, denke ich, ist auch die Zukunft sinnvoller Unternehmenskommunikation. Nicht der Vertrieb steht primär im Vordergrund, sonder der Dialog mit den jeweiligen Bezugsgruppen. Dabei spielen gerade die Mitarbeiter als Servicegaranten Nr.1 im Unternehmen eine immer wichtigere Rolle.
    Das fängt ja schon alleine beim Aufwand im Netz an. Um im immer wachsenden Social Web überall mitlesen und kommentieren zu können reichen gängige Kommunikationsabteilungen bei Weitem nicht aus. Die allerdings ebenso steigende private Nutzung von Social Web-Anwendungen lässt darauf schließen, dass ein Großteil der Mitarbeiter sich zumindest technisch mit dem Umgang auskennt. Es gilt jetzt bei den Unternehmen durch klare Social Web-Guidelines den Mitarbeiter zum einen leicht verständliche Zielrahmen für das Social Web zu liefern und damit zum anderen auch die intrinsische Motivation zu steigern, offen als Mitarbeiter des Unternehmens zu kommunizieren.
    Damit hat man interne wie externe Effekte, die mit keiner Werbekampagne oder sonstigem Marketing-Schick-Schnack zu erreichen wären.

    Auf die Diskussion bezüglich Likes und +er: Also solange das schlichte Bewertungstool sind und von (schlechten) Agenturen als Bewertungsgrundlage herangezogen werden, wird sich das Web zum monologischen Marketingverschnitt entwickeln. Ledigliech Reichweite bringt keinen wirklichen Mehrwert. (Ernsthafter) Dialog auf personalisierter Unternehmensperspektive auf Grundlage handlungsorientierter Lösungs- und Serviceziele stellen die Herausforderung und den USP der Zukunft dar.

    Aktuell stelle ich selbst fest, wie verbesserungswürdig gerade diese Komponente bei Google funktioniert, die mir zwar in meinem Kampf für mein Pseudonym antworten, mir aber keine wirklichen Lösungswillen kommunizieren und mich als eigentlich motivierten Kunden mehr oder minder verprellen.

  7. @Max Adler

    Neues Bild! Schick… 😉

  8. @Johnny Deluxe
    Hab gestern mal 2€ für ein neues Foto investiert. 😉

    Wurde dir bei Google+ denn das komplette Konto gesperrt? Schon erstaunlich wie ein Bot rausbekommt, dass du nicht “Deluxe” mit Nachnamen heißt.

    Das Wichtigste für Unternehmen, die im Social Web mitmischen, sollte nach wie vor der Zielfokus sein. Es ist verlockend einfach so bei Facebook und Google+ seine Zeit zu “verdaddeln”. Hinter jeder Aktion sollte aber ein bestimmtes Ziel stecken. Das Unternehmen muss sich fragen, was es überhaupt erreichen möchte mit diesen Aktionen. Ansonsten werden unnötig Ressourcen verschwendet und am Ende bleibt auch der gute alte RoI auf der Strecke.
    Durch Kommunikation auf Augenhöhe kann schon eine ganze Menge erreicht werden, jedoch sehe ich immer noch viel zu häufig Unternehmer, die keine Kritik zulassen und ihr eigenes Produkt für die Krone der Schöpfung halten. Dementsprechend habe ich es in meinem beruflichen Umfeld schon oft erlebt, dass kritische Kommentare oft erbost gelöscht werden, und der Unternehmer vor sich hin murmelt: “Die haben ja alle keine Ahnung…!” Hier werden Chancen verpasst, das Produkt zu verbessern und über die Kritikpunkte zumindest nachzudenken.

  9. @Max Adler

    2€ – Schnäppchen! 😀
    Also ich denke bei Google+ war das kein Bot. Ich hab meinen Klarnamennazi schon identifiziert, der mich und auch Bernd Code auf meinen Kreisen gemeldet hat. Allerdings hat es Bernd schon wieder hin bekommen sich Freischalten zu lassen. Ich war bei der ersten Bitte dann auch genau eine Nacht wieder Freigeschaltet und nun befinde ich mich im dritten Anlauf. Alle UPDATES gibt’s unter: http://googleplusblog.de/google-plus-neuigkeiten/google-plus-profil-gesperrt-fakeprofil

    Deine Anmerkung zu den uneinsichtigen Unternehmensentscheidern, die den bereits erwähnten Kontrollverlust durch einfaches Löschen der Kommentare nicht einsehen wollen sind selbst Schuld. Nestlé hat mit seinem Palmöl-Desaster seine Quittung dafür bekommen, um nur ein Beispiel zu nennen.
    Aber gerade durch solche Entscheider herrscht ja diese größtenteils planlose Facebook-Fanpagerei. Da haben sie beim großen Buffet der IHK vom anderen anderen Chef gehört, dass die ja jetzt in diesem hippen Facebook sind und voll viele Fans haben und dann wird montags direkt mal dem eigenen Pressefutzi der Auftrag mit der präzisen Zielformulierung “die sind bei Facebook, also müssen wir da auch hin. Machen sie mal” aufgetragen. Letztendlich denke ich aber, werden solche Social Media-Strategien noch höchstens fünf bis zehn Jahre die überteuerten Agenturen finanzieren. Ebenso wie die Klarnamenpflicht wird auch eine solche Herangehensweise vom natürlichen Mechanismus der Netzkultur ausgesiebt.
    Die Nutzer werden in der Hinsicht nicht dümmer. Marketingbotschaften werden immer deutlichen erkannt und ihnen aus dem weg gegangen, Fanpages ohne Mehrwert oder Twitter-Kanäle die nur Mist posten verlieren relativ schnell ihre Anhänger und das man sich nicht damit brüstet Fan der Sparkasse Castor-Rauxel West zu werden dürften auch die lahmarschigsten Bankenchefs irgendwann einsehen.

    Allerdings auch sehr interessant: Das Theme Enterprise 2.0 wird meines Erachtens gerade von Mittelständlern durch den Facebook-Hype im Marketing total unter den Tisch fallen gelassen. Dabei liegen gerade, um noch mal auf das Thema “Mitarbeiter als Botschafter des Unternehmens” zurückzukommen, so viele gerade die Kommunikationskultur intern betreffenden Möglichkeiten brach.

  10. Olaf

    @Johnny Deluxe

    [“Damit hat man interne wie externe Effekte, die mit keiner Werbekampagne oder sonstigem Marketing-Schick-Schnack zu erreichen wären.”]

    Absolut richtig. Sinnvoll eingesetzt, sind auch Social Media Aktivitäten ein Plus für viele (–aber beileibe nicht alle –) Unternehmen. Werden Mitarbeiter durch die Freigabe der Social Media Nutzung tatsächlich gefördert, weiß ein potenzieller Kunde genau, dass es in dieser Firma motivierte Mitarbeiter gibt.

    Er kann darauf vertrauen, dass wenn die Zusammenarbeit mit ihm jemals erwähnt wird, dies nur in einem positiven Rahmen erfolgt. Für den Brötchenverkäufer um die Ecke bringt das allerdings kaum etwas.

    Ich glaube aber auch, dass den sinnvoll dosierten Umgang mit den Medien einige VZ-Nutzer oder auch Facebook-Leute erst schrittweise lernen müssen, sind sie in jungen Jahren eher den klassischen “Rant” gewohnt.

    Würde ein Angestellter nur positiv über das eigenen Unternehmen berichten, dafür aber ständig über schlechten Service benachbarter Dienstleister herziehen, könnte sich der Effekt schnell ins Gegenteil verkehren.

    Wenn ich so drüber nachdenke, bedeutet das aber fast schon, dass Angestellte nur an unternehmensnahe Social Media Aktivitäten herangelassen werden dürften, wenn sie einen eigenen Blog betreiben und die Tragweite zu schätzen wissen…? Die Antwort / Lösung liegt wohl in der jeweils praktizierten Unternehmenskultur.

  11. @Olaf
    Sicherlich ist die Kultur ein entscheidender Faktor. Allgemein auch für den Bäcker um die Ecke, aber gerade kommunikativ stellt die Neuformierung der UK-Kultur eine enorme Aufgabe für viele Unternehmen dar. Kontrollverlustangst bei den Chefs, Wissensblockierung aufgrund von Machtverlustängsten, jahrelange Top-Down-Kommunikation innerhalb des Unternehmens: alles Punkte die eine offene, ehrliche und motivierte Kommunikation der Mitarbeiter eher hemmt.
    Es gilt letztendlich den Mitarbeitern durch die angesprochenen Guidelines und eine vom Management vorgelebte Kommunikationskultur die Angst und Unsicherheiten bezüglich der Tragweite eigener Unternehmenskommunikation zu nehmen.
    Dein Einwurf mit den “unternehmensnahe[n] Social Media Aktivitäten” ist genau das, was ich mit Enterprise 2.0 gemeint hatte. Der Einsatz von Social Media Anwendungen im internen Kommunikationsbereich schult unter relativem Schutz vor den Kunden und öffentlichkeitswirksamer PR die Nutzung mit solchen Medien. Darauf hin ist eine Verwendung der “offenen” Social Media Anwendungen professioneller umsetzbar. Hier ist IBM gerade im Blog-Bereich sehr vorbildlich. Denn unternehmensnahe Anwendungen gibt es ja im Netz nicht wirklich. alles ist teilbar, verlinkbar: die Diskussionen verlagern sich sehr schnell auf alle möglichen Plattformen.

    Ebenso ist das ledigliche Loben der eigenen Angebote und das eher kritische Betrachten der Konkurrenz auch eher ein Marketing-Ding. Der GM Fast Lane Blog ist da sehr vorbildlich. Er zeigt auch mal Konkurrenzmodelle und ähnliches, informiert auch so über seine Wettbewerbsposition und wirkt meiner Meinung nach im positiven Sinne authentisch.

    Aber um wieder den Kreis zu schließen – in diesen Unternehmen ist man in Sachen kommunikativer Unternehmenskultur ein ganzes Stück weiter. Nicht mehr der reine Vertriebscharakter, der viel zu lange und leider oftmals immer noch den kommunikativen Grundgedanken von unternehmen prägt, ist dort weit weg von der eigentlichen Kommunikation. Etwas, was viele Unternehmen, Agenturen und BWLer noch lernen müssen.

  12. Die Frage ist doch die: Wie viel statischer Content ist notwendig um ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Für alles was zeitkritisch ist, z.B. wenn ein Unternehmen eine Veranstaltung macht ist Social Media eventuell Sinnvoller als Blogs, da es so oder so keinen Longtail gibt sondern nur auf ein relativ kurzfristiges Ziel hingearbeitet wird. Ich bin mir relativ sicher das irgendjemand rausfinden wird wie man eine Corporate Identity gut hinkriegt OHNE Blog sondern nur mit Social Media. Nicht das mir das gefällt, aber ich sehe es kommen.

  13. @Heiko
    Hier ist alleine die Definition von Social Media schon falsch! Blogs sind auch “Social Media”, was du aber glaube ich mit sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, G+, etc. gleichsetzt.

    Letztendlich zeigen aber neuere Statistiken schon, dass die Lust an diesen Netzwerken, besonders bei Facebook, langsam schon wieder sinkt. Die erste Eurphorie ist abgeflaut, viele melden sich bereits durch die oftmals durch “Katzencontent” und geistige Ergüsse über Mittagessen und Stuhlgang sinnlos überfrachteten Newsstreams wieder ab.

    Generell bin ich nicht der Meinung, dass Corporate Communications sich gänzlich auf diese Art von Netzwerken verlagern wird. Dafür sprechen mehrere Punkte:
    – man muss sich anmelden um die Inhalte uneingeschränkt nutzen zu können
    – die Frage des offiziellen Charakters kann schwer eindeutig geklärt werden (besten Beispiel Twitter und Bundesligavereine: es ist bei machen Vereinen ein Ding der Unmöglichkeit den offiziellen Kanal zu identifizieren)
    – zu viele Restriktionen seitens der Netzwerkanbieter
    – Datenschutzbedenken (siehe ULD Schleswig-Holstein)

  14. […] Artikel, der Durchblick bringt und kritische Fragen aufwirft: https://www.online-marketing-blog.eu/2011/08/liken-plussen-und-tweeten-brauche-ich-noch-ein-blog-2/ This entry was written by Lukas, posted on 9. November 2011 at 09:25, filed under interesting […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.