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Windows 7 – Kein Quantensprung, aber ein Aufbäumen!

Im April 2009 hat Microsoft aufgehört Mainstream-Support für Windows XP zu geben. Sicherheitslöcher werden noch für fünf Jahre gestopft.

Damit dürfte auch den treuesten XP-Freunden klar sein: Hier ist bald Schluss. Jetzt kommt Windows7!

Headline 01.12.2009:
Windows 7 Breaks 5% in Daily Tracking – Mac Share Drops .15% in November
Windows 7 has rapidly gained global usage share, topping 5% in daily tracking and 4% for the full month of November. The breakdown of which operating systems Windows 7 is taking share from in November is as follows:

Operating System Global Share Net Change (November 1 – 30)
Windows XP -1.43%
Windows Vista -0.28%
All Mac Versions -0.15%[/quote]

Quelle: Net Applications

Nachdem Microsoft in den letzten Jahren zunehmend Marktanteile an Linux oder Mac abgeben musste, weil maßgebliche Innovationen verpasst wurden, ist dieses Betriebssystem der lang erwartete Gegenschlag.

Die Navigation ist deutlich vereinfacht. Man kann schneller zwischen Fenstern hin- und herwechseln und das Multitasking wird dadurch einfach bequemer.

Der Systemstart ist deutlich schneller als bei Windows Vista und die Benutzeroberfläche frisst auch nicht so viel Speicher wie Vista.

Falls man einmal Probleme bekommen sollte mit Programmen, die für Windows Vista oder Windows XP konzipiert wurden, so kann man problemlos in den Kompatibilitätsmodus wechseln (nur bei professional).

Intuitive Benutzung. Wer als XP-Nutzer bis jetzt von den Vista-Mängeln und Vista-Neuheiten abgeschreckt wurde, wird mit Windows 7 keine Probleme haben. Man kann sich sehr schnell an die Neuerungen anpassen. Bei Vista habe ich bis zum Schluss mit vielen Funktionen kämpfen müssen.

Als XP-Nutzer wird man auf lange Sicht nicht um Windows 7 herumkommen, als Vista-Nutzer ist es Pflicht. Windows 7 ist meiner Meinung nach eine verbesserte Vista-Version, wo endlich alle groben Mängel behoben sind, die mich schwarz geärgert haben. Im Preis-Leistungs-Verhältnis liegt es eindeutig vor dem Mac und auch in Punkto Optik und Funktionen kann es mithalten (obwohl ich einige Mac-Funktionen seltsamerweise bei Windows 7 wiederfinde).

Kurzum: Es ist für Microsoft-Fans endlich das langersehnte Zeichen, dass wieder Schwung in den Laden kommt. Für Mac- und Linux-Fans ist es eine ernstzunehmende Alternative.

Vier Sterne gibt es, weil es nicht DIE Revolution ist, die ich erwartet habe. Trotzdem macht Windows 7 Lust auf mehr.

Viel Spaß!

 
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Software größter Kostenfaktor eines Webdesigners – Fakten, Fakten, Fakten!

68 Webdesigner wurden gefragt…

hier nun die Ergebnisse. Vielen Dank, an alle die an dieser Umfrage zum Thema „Strategische Analyse der Webdesign Branche“ teilgenommen haben. Alle Ergebnisse und Diagramme auf www.max-adler.net

Am 17. Dezember werde ich zu diesem Thema eine ausführliche Analyse (auf englisch) veröffentlichen, die auf meiner Website www.max-adler.net unter der Rubrik Fachartikel zu finden sein wird

Laut Angaben der Befragten gehört zu den größten Kosten einer Webdesignagentur die Software, die Hardware und die Büromiete (außer Personalkosten). Eine eher untergeordnete Rolle spielen Werbung und Nebenkosten.

Kosten eines Webdesigners

Außerdem geht aus dieser Studie hervor, dass Webdesigner mit ihren Lieferanten nur selten verhandeln können, da das Auftragsvolumen einfach zu gering ist. In einer entsprechenden Agentur werden nur ab und zu neue Computer oder Möbel gebraucht, so dass diese Kosten überschaubar sind und nicht so sehr ins Gewicht fallen. Die Kunden eines Webdesigners haben allerdings in rund zwei Drittel der Fälle die Möglichkeit zu verhandeln. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Kunden privat oder geschäftlich sind.

Was braucht man alles, um sich Webdesigner nennen zu können? Hierbei sind sich alle einig. Programmierkenntnisse. Aber ist das schon alles? Neben HTML und PHP sollten Webdesigner auch noch grundlegende Marketingkenntnisse besitzen. Wirtschaftsgrundwissen oder eine gesunde Kapitalbasis ist nicht so wichtig. In den letzten fünf Jahren ist aber dennoch schwieriger geworden eine Agentur hochzuziehen, oder einfach nur freiberuflich Geld zu verdienen. „Die Konkorrenz ist riesig“, sagte einer der Befragten und meint damit, dass es einfach zu viele Webdesigner gibt. Dennoch hat der Markt immer noch ein starkes Wachstum zu bieten und wird deshalb in den nächsten Jahren noch mehr Einsteiger anziehen, die sich Webdesigner nennen möchten.

So sehen Webdesigner das Wachstumspotential ihrer Branche

Alle Ergebnisse mit detaillierten Prozentangaben gibt es wie gesagt unter der Rubrik Webdesign Umfrage auf meiner Website www.max-adler.net

Diese Statistik wurde durch die Teilnahme von 68 professionellen Webdesignern an einer Umfrage erstellt. Sie repräsentiert also nur einen kleinen Teil der Branche und ist entsprechend kritisch zu betrachten.

 
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CAPTCHA – Wie vertreibe ich Besucher von meiner Homepage?

Wer braucht schon die Kommentarfunktion im Blog?

So oder ähnlich müssen wohl viele Webmaster denken, wenn sie auf die Idee kommen in ihren Blog eine Captchafunktion einzubauen. Captcha – Das heißt „Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart, es ist also ein kleines Programm, das Menschen von Computern unterscheiden soll. Aber tut es das wirklich?

Es gibt verschiedene Arten von Captchas. Diese hässlichen Gebilde bestehen zumeist aus Zahlen- oder Buchstabenkombinationen, welche sehr verschwommen oder verschlüsselt dargestellt werden, damit der Mensch überlegen muss, was er in das Feld darunter eintippen soll. Der neuste Trend geht jetzt sogar schon zu Zweiwort-Captchas. Das Ganze ist dann noch so schön getarnt, dass man fast gar nichts mehr erkennt. Die Tarnung besteht meist aus Strichen, Symbolen oder Farbklecksen.

Having trouble with this Captcha?

Ja, Mann! Ich bin kein Brillenträger und wurde erst letztes Jahr von einem Optiker als gut eingestuft. Trotzdem muss ich bei manchen Captchas schon sehr nah an den Monitor herangehen. Und trotzdem ist das Ergebnis falsch. Das liegt unter anderem auch daran, dass die tollen Captcha-Generatoren noch nicht gemerkt haben, dass das große i und das kleine L (hier extra umgedreht) absolut gleich aussehen. Dasselbe Problem gibt es mit der Zahl 0 und dem Buchstaben O. Wie um alles in der Welt, kommt ein normal denkender Mensch auf die Idee, solche Grafiken zu konzipieren? Gar nicht! Und genau das ist der Knackpunkt.

Von Maschinen für Maschinen

Ein Captcha Generator ist ein Computer der Grafiken zusammenbastelt, die dann als Captcha ausgegeben werden. Warum soll es dann nicht möglich sein, dass ein Computer das Gebilde wieder auseinanderzieht? Ist es auch. Die Programme, die von Spammern entwickelt werden, werden immer raffinierter und schaffen es mittlerweile auch die stark verschlüsselten Grafiken zu entschlüsseln. So war es vor einiger Zeit bei SchülerVZ: Ein Spammer hat das relativ komplexe Captcha mittels eines Programmes geknackt und so jede Menge Daten klauen können. Der Dieb wurde geschnappt, die Daten wurden trotzdem geklaut. Was kann man also tun, um sich vor Spammern sinnvoll zu schützen? Die Captchas noch komplizierter machen? Dann kann sie keiner mehr lesen. Barrierefrei sind sie sowieso nicht. Was also dann? Es gibt die tolle Idee, einfach einen Sound anstatt einen Text laufen zu lassen, aber auch hier hatte ich meine Probleme. Also gibt es wohl für Menschen mit Seh- oder Hörschwäche keine vernünftige Alternative.

Captcha einfach weglassen!

Wenn man nicht unbedingt einen hochfrequentierten Blog oder ein gut laufendes Forum hat, dann kann man das Captcha getrost und ohne schlechtes Gewissens weglassen. Wenn man unter 1000 Besucher täglich hat, dann sind sämtliche Spambot-Angriffe noch überschaubar und können manuell gelöscht werden. Auch wenn es lästig ist, aber ihr tut euren Besuchern wirklich einen Gefallen. Warum sollte jemand bei euch einen Kommentar schreiben, wenn es länger dauert das Captcha zu erraten, als den Kommentar zu schreiben. Gönnt euch also die zwei Minuten am Tag und löscht alles manuell.

Für einen guten Spamschutz OHNE Captcha können auch ein paar Scripte sorgen, die den Robot einfach auf die falsche Spur locken und ihn dadurch enttarnen. Es soll einfach in ein offensichtliches Feld nichts eingetragen werden. Wenn doch, dann ist der Besucher ein Robot. Eine genaue Anleitung und ein paar Beispielscripte habe ich bei Ingo entdeckt. Auf gar keinen Fall 1:1 übernehmen, sondern kreativ sein, sonst blickt der Robot sofort, was los ist!

Re-Captcha für eine gute Sache

Re-Captcha Beispiel Example

Wenn es dann gar nicht mehr anders geht und doch ein Schutz eingesetzt werden muss, weil der böse Spambot 100 Mal am Tag vorbeikommt, dann kann man wenigstens etwas für eine gute Sache tun. Bei Recaptcha.net kann man sich einen kostenlosen Captcha-Maker besorgen, bei welchem zwei Wörter gelöst werden müssen, die aus einem eingescannten Buch stammen. Auf diese Art und Weise werden alte Büche nach und nach digitalisiert. Man tut also noch etwas Gutes. Aber bitte nur im äußersten Notfall benutzen, wenn es wirklich keine andere Lösung gibt.

Kleine Rechenaufgaben lösen

Eine ziemlich gute Methode sich zu schützen ist auch noch, eine kleine Rechenaufgabe lösen zu lassen. Zum Beispiel so: „Bitte trage das Ergebnis von z-w-e-i + 8 unten ein.“ Das ist zwar auch nicht 100%-barrierefrei, aber wesentlich einfacher für Menschen zu lösen, als Bilderrätsel. Gut im Text versteckt, werden die Spambots hier auch arge Probleme haben.

Also: Vergrault euch nicht die Besucher und macht eure Webseiten wieder benutzerfreundlicher. Bitte!

Habt ihr noch mehr Ideen, wie man Spambots von der Arbeit abhalten kann?

 
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Wie viel „Kaufda“ verträgt das Internet? Der Nofollow-Schwindel!

Weißt du was NOFOLLOW bedeutet?

Wer oder was ist eigentlich dieser ominöse Herr Nofollow? Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem Bekannten über Gott und die Welt unterhalten. Unter anderem haben wir ein bisschen über das Internet gesprochen. Mein Bekannter schreibt gerade seine Masterarbeit in INFORMATIK. Als ich von meinem Blog erzählt habe, kam ich auf das Nofollow-Thema zu sprechen. Zu meiner Überraschung wusste mein Gegenüber (Informatik-Student!) nicht, was das ist. Also habe ich es noch einmal kurz erklärt:

Das Nofollow-Tag wird in den Quelltext einer Homepage eingebaut, um externe Links für Suchmaschinen unsichtbar zu machen.

Dies sollte ursprünglich als Mittel gelten um Spammer davon abzuhalten zu spammen. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn keiner eine Ahnung hat, dass es dieses Tag überhaupt gibt? „Es wird nicht benutzt,“ wäre die logische Antwort. Wird es aber doch! Aber von wem? Wenn selbst Informatiker, die komplexe Onlineshop-Systeme programmieren noch nie etwas davon gehört haben. Es gibt definitiv nur eine Gruppe von Menschen, die das Nofollow-Tag benutzen. Das sind die Suchmaschinenoptimierer (SEO), die mithilfe des Tags ausgehende Links gezielt steuern wollen, um Ihr eigenes Ranking in den Suchmaschinen zu verbessern. Dieses Vorgehen zieht auch ziemlich viele dunkle Gestalten an:

Backlink für den Regenwald!

So oder so ähnlich lautet das Motto des Startup-Unternehmens Kaufda (Dies ist ein nofollow-Link). Diese Firma versucht Bloggern ein schlechtes Gewissen einzureden, indem sie einem erzählen, wie umweltschädlich doch ihr Blog ist. Das Motto lautet: Wir pflanzen einen Baum, wenn du uns einen Bericht inklusive Backlink schenkst. Großzügig wie sie nun mal sind geben sie den Bloggern natürlich auch einen Backlink. Ein Geben und Nehmen also. Denkste!

Weiterleitung zu Delicious

Ich habe selten so ein herrliches Paradebeispiel an Linkgeiz gesehen. Als ich auf der Webseite auf den Button „Zur Teilnehmerliste“ klickte, wurde ich prompt auf eine Bookmark-Liste von Delicious weitergeleitet. Außerdem sind am Fuß der Seite vier Werbebanner zu sehen. Eines ist von Kaufda selbst, und die drei Anderen von Partnern. Diese Partner werden auch um ihre Backlinks betrogen, denn sie stehen auch auf nofollow. Zusammenfassend kann man sagen: Jede Menge Blogger schreiben also einen kleinen Artikel über die Aktion und binden deren Banner in ihren Blog ein. Damit wird eine sehr hohe Themenrelevanz erreicht, die mit einem 100% suchmaschinenoptimierten Banner abgerundet wird. Als Dank bekommen die Blogger einen Nofollow-Link auf einem Bookmark-Dienst. Sozusagen der schlechteste Link der Welt.

Was bezweckt man damit?

Die Firma Kaufda versucht einem doch allen Ernstes weißzumachen, dass sie im Auftrag der Umwelt handeln. In Wirklichkeit sind hier lediglich ein paar Suchmaschinenoptimierer am Werk, die versuchen die Unwissenheit anderer Blogger auszunutzen. Und es funktioniert! Wie gesagt: Dem Großteil der Menschheit ist es egal, ob sie einen FOLLOW- oder NOFOLLOW-Link bekommen, weil sie gar nicht wissen, was das ist (siehe Informatiker-Beispiel). Auf den ersten Blick wirkt das alles einfach nur wie eine richtig gute Klimaschutzaktion. Eco-Log hat schon im Juli über dieses fragwürdige Vorgehen berichtet. Auf dem Rücken der Umwelt werden Blogger dazu gebracht kostenlose, suchmaschinenoptimierte Backlinks zu verteilen. Die Bäume wären sowieso gepflanzt worden. Außerdem gibt es bessere Wege die Umwelt zu schützen: Müll vermeiden und trennen, das Auto stehen lassen, keine Plastiktüte im Supermarkt kaufen, undundund…

Auswirkungen auf das Internet?

Jetzt wo ich geklärt habe wer Nofollow-Links benutzt und wer nicht, stellt sich die Frage welche Auswirkungen dieses Vorgehen der SEOs auf das Internet und das eigene Ranking hat? Wenn der Googlebot weiß, das nur SEOs das Tag benutzen, dann könnte sich das vielleicht negativ auf das eigene Ranking auswirken. Warum? Jemand der Ahnung von Umweltschutz hat, der schreibt gute Texte über Umweltschutz. Dieser Jemand würde aber niemals ein Nofollow-Tag benutzen, weil er gar nicht weiß, was das ist. Da der Googlebot immer menschlicher denkt und sich immer weiter in die Lage der Internetnutzer hineinversetzen kann, könnte er so argumentieren: „Die Seite mit Nofollow-Tags über Umweltschutz kann gar nicht so relevant sein, wie die Seite mit Follow-Tags. Ein Umweltschützer hat zwangsweise mehr Ahnung über Umweltschutz, als ein SEO.“ Leider ist es noch nicht so weit. Aber ich bin mir sicher, dass die Zukunft noch viele Überraschungen für diese Art von Suchmaschinenoptimierung bereithält.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp, wie man Nofollow-Links am schnellsten entdeckt ohne den Quelltext zu durchwühlen:

Im Ordner „C:ProgrammeMozilla Firefoxres“ findet ihr eine Datei die HTML.CSS heißt. In diese Datei einfach folgenden Code am Ende einfügen:

a[rel=“nofollow“]{background-color: yellow !important;color: black !important;font-weight: bold !important;text-decoration: underline !important;}

Das bewirkt, dass sämtliche NOFOLLOW-Links im Firefox Gelb hinterlegt werden (Firefox zuerst neustarten).

Achtung:100% funktioniert es nicht, da es noch die Möglichkeit gibt Links mit Javascript zu maskieren. Das deckt dieser Code leider nicht auf.

Weitere Artikel zum Thema in chronologischer Reihenfolge findet ihr hier:

12.11.2009 Machs Grün – oder wie man einen Linkbait gestaltet

24.10.2009 Nofollow und die unendliche Geschichte

01.07.2009 Kaufda – Marketing im Schlepptau der Nachhaltigkeit

25.06.2009 Linkgeiz in Deutschland

16.06.2009 Clevere Marketingaktion der Nachhaltigkeit

11.06.2009 Nofollow hin – Linkgeiz her

08.06.2009 Deutschland in der Hand des Linkgeizes

22.04.2009 Sage NEIN zu Nofollow

15.01.2009 Follow oder Nofollow?

Fehlt dein Blog? Schreib mir doch einfach eine Mail um in die Liste aufgenommen zu werden: webmaster[at]adler-webprofis.de

 
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Vorsicht vor gefälschten Paypal Emails!

Heute Morgen habe ich meinen Email-Account aufgerufen und hatte eine merkwürdige Email in meinem Briefkasten:

Paypal – Ihr Konto wurde vorübergehend begrenzt!

Lieb schätzte PayPal Kunden,,

Es ist zu unserer Aufmerksamkeit gekommen, dass Ihre
PayPal-Kontoinformation als ein Teil unseres ständigen Engagements
aktualisiert werden muss, Ihre Rechnung zu schützen und den Beispiel des
Schwindels auf unserer Website zu reduzieren.
Wenn Sie bitte 5-10 Minuten aus Ihrer Online-Erfahrung nehmen und Ihre
persönlichen Aufzeichnungen aktualisieren konnten, werden Sie in keine
zukünftigen Probleme mit dem Online-Dienst geraten.
Jedoch wird Misserfolg, Ihre Aufzeichnungen zu aktualisieren, auf
Kontosuspendierung hinauslaufen.
Sobald Sie Ihre Kontoaufzeichnungen aktualisiert haben, wird Ihre PayPal
Sitzung nicht unterbrochen und wird als normal weitergehen.

Ihren PayPal zu aktualisieren, registriert Klick auf der folgenden
Verbindung:
HTTP://WWW.PAYPAL.DE/ [1]

PayPal Sicherheitsberater
Copyright 1999-2009 PayPal. Alle Rechte vorbehalten.

Phishing heißt Passwortdiebstahl

Ein netter Sicherheitsberater von Paypal wollte mir hier also in einem ziemlich gebrochenem deutsch klamachen, dass ich mich aus Sicherheitsgründen bei Paypal einloggen solle, um das Betrugsrisiko zu vermindern. Gut, dass er mir auch gleich den passenden Link auf die Paypal-Startseite mitgesendet hat. Das diese Email ein Betrugsversuch war konnte ich aufgrund des schlechten Deutsch und einiger unverständlicher Formulierungen ohne große Mühe erkennen. Trotzdem wurde ich neugierig…

Niemals auf solche Links klicken!

Ich habe mir kurzerhand einen neuen Freemail-Account angelegt und die Email an diesen neuen Account weitergeleitet. Wichtig bei Spam-Mails ist, dass man niemals auf irgendwelche Links klickt, die man geschickt bekommt, da man sonst bestätigt, dass seine Adresse aktiv ist und in Zukunft noch mehr Müll bekommt. Aber das nur am Rande. Ich habe also die Seite (nach einem Virenscan) aufgerufen und, siehe da, ich bin tatsächlich auf der Paypal-Startseite gelandet. – Dachte ich. Nein. Eigentlich nicht.

Paypal Phishingseite Betrug Phishing

Auf dem Bild oben sieht man im roten Kasten eingerahmt, dass die URL ziemlich merkwürdig erscheint. Ansonsten ist alles haargenau gleich. Klar, ist ja auch nicht weiter schwer eine komplette Webseite herunterzuladen und auf seinen eigenen Webspace wieder hochzuladen. Ein weiterer Punkt, wie man Phishing erkennen kann ist die fehlende Verschlüsselung oder Zertifizierung. Unten sieht man den Unterschied im Original.

Paypal Startseite Original mit Sicherheitszertifikat

Alle Links auf dieser gefälschten Seite verweisen auf das Original. Der einzige Unterschied im HTML-Code ist, dass die Zugangsdaten gespeichert werden, sobald jemand seinen Benutzernamen und sein Passwort eingibt. Auf die Art und Weise kann der Betrüger dann jede Menge schöne Transaktionen über das Paypal-Konto ausführen. Er kann also richtig schön shoppen gehen. Das Ganze ähnelt ein bisschen dem Kreditkartenbetrug.

Irgendwen erwischt es immer

Als ich die IP-Adresse recherchiert habe, habe ich festgestellt, dass sie aus Polen stammt. Natürlich wieder nicht aus Deutschland. Angesichts der schlechten Sprache auch nicht verwunderlich. Das Schlimme ist nur, dass irgendwer wahrscheinlich immer drauf reinfällt. Egal, wie viele Warnungen ausgesprochen werden. Egal, wie aufmerksam man ist. Irgendwer hat immer eine Sekunde der Unachtsamkeit. Spammer jagen Millionen von Emails auf einmal raus. Irgendwer wird schon sein Passwort eingeben. Deshalb kann man nicht oft genug warnen: NIEMAND, der seriös ist, wird jemals einen Link schicken, wo man sich auf sein Bankkonto, Kreditkartenkonto oder Paypalkonto einloggen kann. NIEMAND, NIEMALS!

Was passiert eigentlich, wenn Spammer nun auch noch deutsch lernen?

 
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Swapy.de bringt den Charme von Ebay zurück

Vor Kurzem habe ich über den verlorengegangenen Charme von Ebay berichtet. Hier nochmal zum Nachlesen.

Jetzt hab ich was Neues entdeckt. Es ist lange nicht so bekannt wie Ebay und wird wahrscheinlich nie so groß. Aber es macht Spaß! Und das ist der springende Punkt. Die Rede ist von Swapy.de – einem Tauschportal.

Swapy.de - Tauschen statt kaufenHier kann man endlich wieder seine Dachbodenfundstücke der Welt andrehen und dabei noch ordentlichen Gewinn machen. Kein Geld und auch kein Reichtum, sondern Spaß und Freude. Es gibt jede Menge Dinge die ich schon immer haben wollte, aber bisher zu geizig war, sie mir zu kaufen. Auf der anderen Seite liegt bei mir zu Hause jede Kram Menge rum, den ich früher bei Ebay reingestellt hätte. Da mir aber mittlerweile der Aufwand im Vergleich zum Gewinn zu groß, stelle ich nichts mehr bei Ebay rein. So stapeln sich also viele alte Sachen im Keller, in der Garage und auch auf dem Dachboden.

Tauschen statt kaufen

Das Prinzip ist einfach. Ich biete etwas an, kassiere dafür Swapy-Taler, die imaginäre Währung, und kann mit diesen Swapy-Talern dann shoppen gehen. Die Kategorien-Auswahl ist zur Zeit leider noch nicht ganz so groß, aber ich gehe davon aus, dass sich das ändern wird, da man wieder günstig an Fundstücke herankommen kann, für die man sonst viel Geld bezahlen müsste. Die Idee ist gut – Sie wird sich durchsetzen.

Swapy.de - Blog der HoffnungNeben dem Charme des Tauschgeschäftes bietet Swapy noch mehr für seine Mitglieder. Zurzeit läuft noch bis Ende November eine Aktion „Blogs der Hoffnung“. Für jeden Blogger, der über diese Aktion schreibt, spendet Swapy 2 Euro an eine Hilfsorganisation. Alle Blogger sind aufgerufen einen kleinen Artikel von 50 Worten zu schreiben. So Spenden sie indirekt und helfen mit, die Opfer des Tropensturmes Ketsana in Vietnam und die zwei der Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra zu retten. Nachlesen könnt ihr das Ganze nochmal hier im swapy Blog.

Alles in Allem kann ich die Tausch Community nur wärmstens empfehlen, da die nichtkommerzielle Ausrichtung klar zu sehen ist und es einfach Spaß macht mitzumachen.

 
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10 Tipps für die Email-Adresse

10 Tipps für die richtige Email-Adresse als Online-Marketing Strategie

Um für andere Menschen seriös zu wirken, ist die Auswahl der richtigen Email-Adresse sehr wichtig. Hier finden Sie einige Tipps:

1. Fantasienamen
Vermeiden Sie Fantasienamen wie zum Beispiel Hasi84@provider.de. Für viele Menschen wirkt das nicht nur unseriös sondern auch lächerlich.

2. Mehrere Email-Accounts
Benutzen Sie verschiedene Adressen für Familie, Beruf und Hobby. So kommen Sie nicht durcheinander und können den Adressen auch unterschiedliche Seriösitätsstufen zuordnen.

3. Namen in Adresse
Um den Absender eindeutig zu identifizieren ist es vielen Menschen wichtig den Namen aus der Email-Adresse herauslesen zu können. Benutzen Sie also sowohl Vor- als auch Nachnamen. Zum Beispiel: mustermann.max@provider.de

4. Zahlenzusätze
Für viele Menschen wirkt es kindisch, wenn man sein Geburtsjahr in die Email-Adresse integriert. Vermeiden Sie Kombinationen wie zum Beispiel:
max1984@provider.de

5. Email-Adresse für Spam
Legen Sie sich einen extra Email-Account an um bei Gewinnspielen oder anderen kostenlosen Internetangeboten teilzunehmen. So vermeiden Sie übermäßigen Spam in Ihrer Hauptadresse.

6. Freunde und Familie
Hier darf es auch mal lässiger sein. Aber auf gar kein Fall übertreiben. Erlaubt sind Kombinationen wie harry@provider.de anstatt harald@provider.de.

7. Projekte
Wollen Sie für ein bestimmtes Projekt Werbung machen, dann brauchen Sie eine frische Email-Adresse. Wichtig ist hier, dass man sich die Adresse gut merken kann. slogan@projekt.de ist wesentlich besser zu merken als zum Beispiel max.mustermann@provider.de.

8. Groß- und Kleinschreibung ist egal
Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ein Unterschied zwischen Groß- und Kleinbuchstaben gemacht wird. Das ist falsch! MaX@proViDeR.de ist das Gleiche wie max@provider.de

9. Erlaubte Zeichen
Bei der Wahl Ihrer Email-Adresse können folgende Zeichen verwendet werden: „.“,“-“ und „_“ Diese jedoch nicht direkt hintereinander und nicht am Anfang oder Ende

10. Denken Sie logisch!
Was stört Sie bei fremden Adressen? Was wirkt für Sie unseriös oder schlecht merkbar? Versetzen Sie sich in die Lage des Gegenüber, derjenige der die Email erhält.

Lesen Sie mehr zu dem Thema in diesem Online-Marketing Blog:
Wie seriös ist Deine Email-Adresse?

 
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Wie seriös ist Deine Email-Adresse?

Diese wichtigen Fragen sollte sich jeder einmal stellen:

– Wie seriös ist meine Email-Adresse?
– Wie wirkt meine Email-Adresse auf seine Empfänger?
– Kann man sich meine Email-Adresse gut merken?
– Was will ich mit meiner Email-Adresse erreichen?

Immer verboten und absolut tabu: hasi18@domain.com

Fast jeder Internetnutzer hat heutzutage mindestens zwei, wenn nicht sogar mehr Email-Adressen. Es gibt genügend Anbieter, wo sich die Nutzer ein Konto einrichten können, sei es auf der eigenen Domain, bei einem Freemail-Anbieter und bei einem der zahlreichen Social-Networks. Es gibt quasi unendlich viele Möglichkeiten sich kostenlos mit genügend Email-Adressen einzudecken, so dass eigentlich niemand Probleme haben sollte, dass Richtige für sich zu finden. Viele Nutzer wissen aber leider nicht, wie man den richtigen Namen auswählt. Sie bedenken nicht, dass sie mit ihrer Email-Adresse aussagen, wie ernst sie die Angelegenheit nehmen, über die sie gerade ihre Emails schreiben. Absolut tabu sind Fantasienamen wie suudelma@flirtme.com oder haesschen79@drueckmich.net. Mit solchen Namen macht sich jeder, egal in welcher Umgebung, zum Gespött (auch bei den engsten Freunden) und sollten deshalb vermieden werden.

Das Internet macht es möglich. Das Beste ist, wenn man sich überlegt für welche Personengruppen man die Email-Adresse benutzt. Denn es gibt durchaus Unterschiede, welche Form der Email-Adresse am meisten Sinn macht. Nachfolgend einmal ein paar Personengruppen:

Meine Beispielperson heißt Thomas Müller und ist 1984 geboren.

1. Freunde und Familie

Erlaubt:
tommy.mueller@domain.de
t.mueller.1984@domain.de

Verboten:
tommy@domain.de
wohnort1984@domain.de

Viele Internetnutzer denken, dass es besonders cool, wenn in der Email-Adresse, dein Spitzname enthalten ist. Im engsten Freundeskreis funktioniert das vielleicht auch, aber der Spitzname ist eben meistens nur unter den zehn engsten Freunden bekannt. Und wer will sich die Mühe machen für ein paar Leute extra einen eigenen Account zu führen? Man lernt schließlich jeden Tag neue Menschen kennen, die gerne den richtigen Namen von seinem Gegenüber wissen. Nichts ist unsymphatischer, als wenn man nicht auf Anhieb erkennt mit wem man redet. Im Freundeskreis gelten nicht so strikte Regeln, man kann also ruhig Thomas zu Tommy oder Katharina zu Kathy abkürzen. Man muss aber immer erkennen, mit wem man es zu tun hat.

2. Business, Bewerbungen, Schulprojekte, Mailinglisten, Lehrer Dozenten

Erlaubt:
thomas.mueller@domain.de
t.mueller@domain.de
mueller.thomas@domain.de

Verboten:
thomas1984@domain.de
tommy.mueller@domain.de

Hier gelten wesentlich strengere Regeln, als im Freundeskreis. In der Regel hat man es mit Menschen zu tun, die man nur flüchtig kennt, oder mit denen man nur kurzfristig in einem Projekt zusammenarbeitet. Deshalb muss man hier besonders auf Seriosität achten. Der Nachname muss auf jeden Fall aus der Email-Adresse hervorgehen, damit die Person besser zugeordnet werden kann. Dann wenn man in einem Email-Verteiler ist (Bsp.: Teamarbeit), dann bekommen immer mindestens zehn andere Kollegen diese Email auch. Keiner hat Lust rumzurätseln, welches Mitglied denn jetzt angesprochen werden soll.

Das Gleiche Prinzip gilt auch im Umgang mit Autoritätspersonen, die einen bewerten müssen, sei es bei einem Arbeitgeber, wo man ein Vorstellungsgespräch hat, oder bei einem Lehrer der eine Arbeit korrigieren soll. Klar, diese Personen müssen immer objektiv sein, aber das sind ja auch nur Menschen. Wenn diese Personen, nun eine Email-Adresse mit einem Spaßnamen sehen, könnten sie unbewusst Rückschlüsse auf Arbeitsweise oder sogar Charakter dieser Person schließen. Das kann man vermeiden, indem man seine Adresse weise wählt.

3. Business-Projekte, Projekte, Umfragen, Werbung, Kleinanzeigen

Erlaubt:
projektname@domain.de
projekt.slogan@domain.de

Verboten:
thomas.mueller@domain.de

Ich habe heute ein Plakat einer Psychologie-Studentin gesehen, die für Ihre Bachelorarbeit eine Umfrage machen will. Das Plakat sah in etwa so aus:

Email-Adresse schlechtes Beispiel

Ich hätte gerne an dieser Umfrage teilgenommen, wenn ich mich jetzt noch an die genaue Email-Adresse erinnern könnte. Kann ich aber nicht, da mein Zahlengedächtnis etwas beschränkt ist und das von 98% der Menschheit wahrscheinlich auch. Sie hat also einfach ihre Studenten-ID als Email-Adresse auf das Plakat geschrieben. Wenn sie eine Adresse wie psycho-studie@domain.de eingerichtet hätte, dann würden wahrscheinlich zehnmal soviele Menschen daran teilnehmen. Alle, die sich zu Hause zufällig an diese Adresse erinnern.

Ein anderes Beispiel in diesem Zusammenhang habe ich in einer Kleinanzeige gesehen. Ein Mann will seine Wohnung untervermieten und hängt ein Plakat aus mit folgender Emai-Adresse: danny7bn49qa@domain.de Wahrscheinlich sind diese kryptischen Zeichen wichtige Namensabkürzungen. Keine Ahnung. Der Punkt ist nur, dass sich das keiner merken kann und deswegen niemand antwortet.

Auch einer Webseite müssen die richtigen Adressen angeboten werden. Benutzer sind es gewohnt an eine info@domain.de– oder webmaster@domain.de-Adresse zu schreiben. Diese Adressen müssen auf jeden Fall funktionieren, auch wenn sie nur auf eine andere Adresse weiterleiten.

Technische Aspekte:

– Es hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, dass zwischen Groß- und Kleinbuchstaben unterschieden wird. Das ist nicht der Fall. thomas.mueller@domain.de ist das Selbe wie tHoMaS.MuElLeR@DoMaIn.De!
– Erlaubt sind Buchstaben von A bis Z
– Erlaubt sind Ziffern von 0 bis 9
– Erlaubt sind folgende Sonderzeichen: „.“,“-“ und „_“ Diese jedoch nicht direkt hintereinander und nicht am Anfang oder Ende

Zusammenfassung

Es ist immer besser die seriöseste Variante zu nehmen, da man damit auf gar keinen Fall etwas falsch machen kann. Niemand wird Dich als Spießer beschimpfen, nur weil Du Vor- und Zunamen in Deiner Email-Adresse hast. Aber viele werden insgeheim lachen, wenn Du Fantasienamen verwendest.

Oben genannte Sonderzeichen sind zwar erlaubt, können aber für Verwirrung sorgen. Als besonderer Fall gilt hier der Unterstrich. Oft werden Email-Adressen als Link dargestellt und sind dementsprechend unterstrichen. Das hat zur Folge, dass die Email-Adresse so aussieht, als hätte sie ein Leerzeichen anstatt einen Unterstrich. Es kann nun sein, dass man an einen unerfahrenen Nutzer gerät, der nicht weiß, dass Leerzeichen in Email-Adressen verboten sind und die Adresse falsch eingibt.

Es ist immer wichtig einfache Adressen zu wählen, die sich jeder gut merken kann, da man nicht immer etwas zu schreiben oder gar eine Visitenkarte in der Tasche hat, wenn man neue Kontakte knüpft.

Falls Euch noch mehr Tipps einfallen, schreibt sie doch als Kommentar…

 
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3…2…vorbei – Ebay macht keinen Spaß mehr!

Waren das noch Zeiten. Damals, als mich ein Freund fragte: „Kennst du eigentlich schon Ebay? Da kann man alles Mögliche zu Geld machen, was zu Hause ja doch noch verstaubt.“ Ich erinnere mich an ein paar schöne Geschichten: 21. Dezember 2000. Ich hatte gerade mal wieder auf dem Dachboden gewühlt und ein altes Trikot von Bayern München aus dem Jahre 1994 gefunden. Da es kurz vor Weihnachten war, stellte ich dieses als 24-Stunden Auktion bei Ebay rein. Ein paar Stunden später klingelte das Telefon und ein begeisterter Papi war am Apparat: „WOW“, sagte er, „das ist genau das was ich suche um meinem Sohn noch eine Freunde zu Weihnachten zu machen. Kann ich das Trikot persönlich bei Ihnen abholen, wenn ich die Auktion gewinne?“ Natürlich habe ich zugestimmt. Er hat die Auktion dann auch gewonnen. 23 Mark. Aber viel wichtiger war mir das glückliche Gesicht, als er am 23. Dezember bei mir vor der Haustür stand und SEIN neues Trikot in Empfang nahm. Das war das Ebay von früher.

Das neue Gebot der Stunde

Dann kamen mehr und mehr die Händler mit Festpreisen auf den Marktplatz und Ebay begann seinen Reiz zu verlieren. Irgendwann habe ich gemerkt, dass es keinen Spaß mehr macht seine alten Sachen zu verscherbeln, weil es sich einfach nicht mehr lohnt. Die Konkurrenz war zu groß und für einen Euro will man auch nicht alles hergeben. Eingekauft hab ich habe weiterhin bei Ebay. Doch auch das hat nachgelassen. Andere Marktplätze kamen auf und auch die Preise stiegen. Man konnte einfach keine Schnäppchen mehr machen. Es hat einfach keinen Unterschied mehr gemacht, ob ich in einem Computer-Onlineshop, bei Amazon oder bei Ebay einen Laptop kaufe. Und jetzt auch noch dies:

Bücher und DVDs müssen versandkostenfrei angeboten werden

Seit dem 18. Oktober müssen Verkäufer Ihre Bücher und DVDs versandkostenfrei anbieten. Spätestens jetzt werden auch noch die letzten Privatkäufer von der Plattform vertrieben. Einfaches Beispiel: Hugo Geizhals mistet alle 12 Monate sein Bücherregal aus und will ein paar Euro mit Artikeln verdienen, die er nicht mehr braucht. Er stellt einen Roman bei Ebay für einen Euro rein. Keiner wird darauf mehr bieten. Das ist der Normalfall. Er bekommt also einen Euro für sein Buch, muss aber 25 Cent Ebay-Provision bezahlen und Versandkosten. Die Versandkosten schwanken, übersteigen aber auf jeden Fall die 75 Cent die übrigbleiben. Die Folge: Hugo Geizhals geht wieder zum traditionellen Flohmarkt. Jetzt hätte Hugo aber die Möglichkeit sein Buch gleich für 3 Euro anzubieten. Warum tut er das nicht? Weil das 1. potentielle Käufer abschreckt und 2. -aufgepasst- die Ebayprovision in die Höhe treibt.

Von Amazon abgekupfert

Die Umsatzzahlen von Ebay sind dermaßen erschreckend zurückgegangen weil andere Shops einfach besser sind. Amazon z. B. verkauft schon lange Bücher und DVDs ohne Versandkosten. Der Unterschied ist nur, dass Amazon das Ganze freiwillig macht, weil es der Händler selbst ist. Ebay ist nur Zwischenstation zwischen Käufer und Verkäufer und will den kleinen Verkäufern jetzt solche harten Regeln aufbrummen. Amazon kann´s sich leisten – Hugo Geizhals nicht. Die Erwartung dahinter ist, dass die Umsätze steigen sollen, da die Produkte von vornherein höherpreisig eingestellt werden um die Versandkosten zu kompensieren. Ob die kleinen Verkäufer da mitmachen werden? Wir werden sehen.

Was bleibt sind die Erinnerungen

Gerne denke ich an die Zeit zurück, in der Ebay noch Spaß gemacht hat. Das waren die Anfänge vom Online-Shopping. Jeder hat seinen Dachboden durchwühlt in der Hoffnung irgendetwas zu finden, was man zu Geld machen kann. Nicht unbedingt um reich zu werden, sondern der netten Kontakte wegen. Das war auch der Anfang von Ebay. Man wollte nette Menschen kennenlernen, die das Gleiche sammeln, wie man selbst. Darin bestand der Reiz. Heute ist Ebay „nur“ ein normales Kaufhaus. Keiner kann es ihnen verdenken, oder gar sauer auf sie sein. Der Erfolg macht eben die Regeln. Der Charme allerdings ging verloren…

 
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England in Not – oder: Neues vom englischen Datenschutz

Neulich habe ich schon einmal über merkwürdige Spam-Emails berichtet, die vom englischen Uni-Verteilersystem UCAS ausgehen. Ausgehend von der Tatsache, dass die Briten den Datenschutz wohl nicht so ernst nehmen, habe ich ein paar weitere Merkwürdigkeiten diesbezüglich festgestellt.

Wenn ich wollte, könnte ich jetzt…

…an alle Studenten meiner Universität in England irgendeine Werbebotschaft schicken. Beispielsweise für diesen Blog. (Ok, dafür müsste ich auf englisch schreiben:-;) Warum? Weil ich alle (!) Emailadressen habe. Neulich erreichte mich eine Email von der Universität mit der Bitte einen Fragebogen auszufüllen. Eine ganz normale Uni-Spam-Mail also. Das Lustige daran war: Anstatt eine vernünftige Email-Software zu benutzen, haben sie einfach in die Empfänger-Zeile der Mail alle [b]8.000 Adressen[/b] sämtlicher Studenten eingefügt. Das war erstmal eine herrliche Scrollerei bis ich endlich die eigentliche Botschaft erreicht habe. Ganz nebenbei hat es auch seine Zeit gedauert bis die Mail geladen war. Bei einigen Bekannten hat das Ganze sogar einen Browserabsturz verursacht.

Wiederstand ist zwecklos!

Wenn ich jetzt böse wäre dann würde ich hier an dieser Stelle 8.000 Email-Adressen von internationalen Studenten verkaufen. „Was die wohl wert sind? Hmm…. Um die 100 € bestimmt. Aber verdammt, meine eigene Adresse ist ja auch im Pool. Gut, dann trage ich mich einfach aus dem Verteiler aus und die Sache ist erledigt.“ Als ich meine inneren Monologe beendet hatte, habe ich nach dem Button gesucht, der in deutschen Emails mittlerweile Pflicht ist. Etwas wie: „Newsletter abbestellen“ oder so ähnlich. Aber das einzige, was ich am Ende der Mail gefunden habe, war folgender Satz: „Sie sind Mitglied im automatischen Uni-Email-Verteilersystem. Wenn Sie sich versuchen abzumelden, dann werden Sie innerhalb weniger Minuten wieder automatisch eingetragen.“ Gut zu wissen, dachte ich. Also, Wiederstand ist zwecklos! Aber es gibt noch mehr:

Nicht anonymisierte Beispiel-Mails

In Großbritannien sollte man sich auch dreimal überlegen, was man an seine Professoren schreibt. Neulich im Kurs hat ein Professor eine Beispiel-Mail gezeigt, wie man auf GAR KEINEN FALL zu schreiben hat. Die Email war auch grauenhaft. Mit Fehlern übersät, unhöflich, alles klein geschrieben und ohne Zeilenumbrüche. Das Erschreckende war, dass er die Originalmail aus seinem Outlookordner gezeigt hat. Mit Namen und Email-Adresse. Ich könnte dieser Person jetzt also schreiben und mich über sie lustig machen. Nicht die feine, englische Art, oder?

Viele Grüße an George Orwell

Das waren erstmal wieder die letzten News, aus dem Mutterland der Überwachung. Während ich hier schreibe, muss ich schon wieder an die Kamera im Hauseingang denken. Vielleicht führt irgendjemand Protokoll, wann ich komme und gehe…

Viele Grüße aus England.

 
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