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Google als Bewerbungstool

Google ist nicht nur eine Suchmaschine, die dir in vielen Lebensbereichen passende Informationen liefert.

Google als Bewerbungstool
© derateru/Pixelio
Nein, es ist noch viel mehr. Heute werde ich erläutern wie Google am Besten genutzt werden kann, um im Arbeitskampf ein paar Vorteile zu haben. Sprich: Wie bewerbe ich mich mit Googles Hilfe. Dabei werde ich auch auf ein paar Standardfunktionen eingehen, die schon weitesgehend bekannt sein dürften.

1. Lebenslauf schreiben

Wenn man bei Google einfach mal die Stichwörter „Lebenslauf Muster“ oder „Bewerbung Schreiben“ eintippt bekommt man schon eine ganz gute Auswahl über Musterlebensläufe. Wichtig hierbei ist, dass kein Muster 1:1 kopiert wird. Es sollten immer mehrere Modelle angeschaut werden, und aus jedem das Beste herausgepickt werden. Den perfekten Lebenslauf gibt es nicht! Er muss DIR gefallen.

TIPP: Über die Google Bildersuche kannst du die Logos deiner ehemaligen Unternehmen oder deiner Bildungseinrichtungen suchen und sie als kleine Icons in den Lebenslauf einfügen. Das zeigt dem Arbeitgeber, dass dir viel an Details liegt. So sammelst du Pluspunkte schon bei der Auswahl, da Personaler oft hunderte ähnliche Bewerbungen vor sich liegen haben.

2. Anschreiben

Auch hier gilt wieder: Einfach mal nach Musteranschreiben googeln. Je nach Branche, wo du dich bewirbst, können unterschiedliche Anforderungen an ein Anschreiben gestellt werden. Wenn du dich bei einer Bank bewirbst, dann solltest du deine Suchanfrage auch entsprechend formulieren. „Anschreiben Bank Muster“ ist schon sehr spezifisch und wirft auf jeden Fall gute Ergebnisse aus.

Jedes Anschreiben sollte auf das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Zu diesem Zweck kannst du einfach mal nachforschen, wer denn die Konkurrenten oder Kunden der Firma sind. Vielleicht hast du ja sogar schon bei einem wichtigen Kunden dieser Firma ein Praktikum gemacht? Solche Details solltest du auf jeden Fall mit in das Anschreiben hineinbringen.

3. Bewerbung abschicken

Was weiß das Internet über dich? Wann hast du das letzte Mal deinen eigenen Namen gegoogelt? Es gibt nichts Peinlicheres, als dass dich der Arbeitgeber während des Vorstellungsgespräches mit entstellenden Fotos von der letzten Party überrascht. Wie du am besten deine Online-Reputation verbessert bzw. bereinigst erfährst du in dem Artikel 4 Tipps für eine gute Online-Reputation noch einmal ausführlich.

4. Auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten

Endlich ist es soweit: Der Brief mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch flattert ins Haus. Das Unternehmen hat aber leider keine Wegbeschreibung beigefügt. Mit den Funktionen von Google Maps kannst du aber ziemlich leicht die Firma finden und dir vorher eine Route überlegen.

TIPP: Funktioniert noch nicht überall, aber in vielen Gebieten hat Google schon Bus- und Bahnfahrpläne ins System eingespeist. Wenn du auf der Google Maps-Karte also auf das blaue Zugsymbol oder auf das grüne S-Bahnsymbol (siehe Bild) klickst, dann erhältst du automatisch alle Linien und evtl. Abfahrzeiten deines Verkehrsmittels.

Google Maps Bus- und Zugfahrpläne

Wie du dich sonst noch vorbereiten kannst? Google doch einfach mal den Namen deines zukünftigen Chefs oder den Namen von der Person, die dich interviewt. Vielleicht erhältst du ja wertvolle Infos über seine Hobbys oder seine bisherige Karriere. Wenn du zum Beispiel auf das Xing-Profil deines Chefs in Spe stolperst und merkst, das er dort in der Gruppe „FC Bayern München“ Mitglied ist, dann hast du auf jeden Fall beim Small-Talk schon mal einen Sympathiepluspunkt. Wichtig dabei ist, dass du es nicht übertreibst und stets neutral bleibst. Bei diesen Dingen herrscht auch eine sehr hohe Fettnäpfchengefahr. Außerdem solltest du nicht über einen Sport reden, der dir selber nicht gefällt. Das merkt jeder begeisterte Fußball-Fan sofort. Suche Gemeinsamkeiten!

Als Schlusspunkt noch einmal den oben schon erwähnten Punkt. Wenn du beim Gespräch zeigst, dass du dich über die Branche, die Konkurrenz und die Kunden gut informiert hast, dann hast du allerbeste Chancen auch genommen zu werden. Die Firmenwebseite solltest du natürlich auch besuchen und dich über die Firmengeschichte ein bisschen informieren.

Falls du Erfahrungen oder weitere Tipps mitteilen willst, dann benutze doch einfach das Kommentarfeld dazu.

 

Google Street View und seine Vorteile

Warum mischen sich bloß unsere lieben Politiker immer in Dinge ein, von denen sie keine Ahnung haben? Ich bin gerade über einen interessanten Artikel gestolpert, wie sogenannte Datenschützer gezielt versuchen Google Street View in der Bevölkerung schlechtzureden. Den vollständigen Artikel gibt es auf Presseanzeiger.de

Google Street View LogoWas sind eigentlich konkret die Vorwürfe an Google Street View? Zufällig gefilmte Gesichter und Nummernschilder von Autos werden automatisch unkenntlich gemacht. Klar, abfotografierte Häuser werden ins Internet gestellt, aber das verstößt meines Wissens gegen kein Gesetz. Jeder Bürger kann Fotos von einem Straßenzug machen, solange er dabei nicht irgendein Schlafzimmer fotografiert. Datenschützer haben Angst, dass Arbeitgeber sich die Wohngegenden potentieller Bewerber ansehen könnten und so entscheiden würden, ob es zum Vorstellungsgespräch kommt. Dass bestimmte Dresdner Plattenbausiedlungen aber nicht unbedingt Wohlstandssiedlungen sind, ist nicht erst seit Street View bekannt. Auch Gläubiger wissen, dass Beverly Hills und Berlin Neukölln nicht das Gleiche sind. Dafür braucht niemand Street View.

Street View – Genialste Erfindung des 21. Jahrhunderts

Kennst du das noch? Du bist im Auto in einer fremden Stadt und dein Beifahrer hält die Landkarte, die ungefähr doppelt so groß ist wie eine ausgefaltete FAZ. Letzten Endes bist du doch falsch abgebogen, weil auf der Karte eben alles gleich aussieht. Auch mit den Navigationssystemen kann man nicht immer ganz sicher sein. Aber schau doch mal, was Google in den Street View-Regionen anbietet:

Sightseeing durch London mit Google Street View

Google Street View London

Ich wollte neulich eine Sightseeing-Tour durch London machen und habe festgestellt, dass bei Google Maps die Druckfunktion mittlerweile mit Google Street View verknüpft ist. Das heißt im Klartext, dass man schon VOR der Reise sieht an welcher Kreuzung man abbiegen muss. So ist es praktisch nicht mehr möglich falsch abzubiegen. Heutzutage heißt es also nicht mehr „Herrmannstraße Ecke Rudolfsplatz rechts“ sondern „Kiosk Müller mit roter Markise rechts“. Ist das nicht genial?

Freunde besuchen leicht gemacht!

Auch wenn du jemanden besuchen willst, kannst du dich heutzutage mit Google Street View vergewissern, dass du weißt wo du hinmusst. Einmal kurz die Adresse des Freundes gegoogelt und schon sieht man wie das Haus aussieht, wo er wohnt. Das Ganze klappt natürlich nur in Ländern, die schon Google Street View haben. Ich habe das Ganze schon in Spanien und England probiert und muss sagen: WOW! Wenn das meine Großmutter wüsste!

Auch die neue Wohnung ist bei Google Street View

Angenommen du bist gerade in England und suchst eine Wohnung in Spanien. Wie hast du das früher gemacht? Genau. Gar nicht. Heutzutage kannst du über Google Street View dir die Straßenzüge ansehen und vorher entscheiden, ob dir die Gegend gefällt. Das Ganze klappt natürlich auch wenn du aus Hannover kommst und in Hamburg etwas suchst. Du sparst dadurch einfach die Anreise und siehst vorher schon, wie die Gegend ist. Die Fotos vom Immobilienmakler sind ja doch immer geschönt.

Was noch?

Google Street View ist in vielerlei Hinsicht genial. Du kannst dir auch die italiensische Bar nochmal anschauen, wo du deinen Urlaubsespresso getrunken hast. Du kannst auch einfach deinen nächsten Urlaub schon planen und dir das Hotel genauer ansehen.

Wann hast du Google Street View benutzt?

 

4 Tipps für eine gute Online-Reputation

Arbeitgeber Googlen potentielle Mitarbeiter!

Das dürfte jedem mittlerweile klar sein. Aber auch die nette Bekanntschaft von gestern Abend oder der nächste Geschäftstermin kommt vielleicht auf die Idee einfach mal deinen Namen bei Google einzutippen, um mehr zu erfahren. Nichts ist peinlicher, als entstellende Suchergebnisse. Stell dir doch einfach nur mal vor, du müsstest morgen zu einem Vorstellungsgespräch und der Personaler, der vor dir sitzt fragt dich:

So, Herr Müller, jetzt erklären Sie mir doch einmal, warum Sie letztes Wochenende so besoffen waren?

mit sofortiger Wirkung gekündigt

Was kann man also tun, um seine Suchergebnisse positiv zu beeinflussen? Die Antwort lautet: Eine ganze Menge!

1. Analyse

Zunächst sollte man sich einfach mal klarmachen, wie man sich im Internet bewegt. Eins ist klar, man hinterlässt überall Spuren. Schnapp dir also einen Stift und mach eine Liste von allen Foren, Social Networks und anderen Webseiten, die du regelmäßig besuchst. Schreibst du Kommentare oder Artikel? All diese Fragen solltest du dir stellen.

2. Suche

Danach einfach mal deinen Namen bei Google eintippen. Dabei solltest du darauf achten, dass du auch verschiedene Variationen deines Namens benutzt. Zum Beispiel: „Hans Müller“, „Hans M.“, H. Müller, Hans Müller. Mal mit und mal ohne Anführungszeichen. Außerdem kann man bei Google noch die zwischen den Optionen „Google Suche“, „Seiten aus Deutschland“ und „Seiten auf deutsch“ wählen. Ausprobieren. Es kommen immer andere Ergebnisse heraus.

Außerdem kannst du bei der Suche deinen Namen auch mit der Foren-Liste kombinieren, die du vorher erstellt hast. So kannst du ganz gezielt Abfragen was eine bestimmte Webseite von dir weiß. Zum Beispiel kannst du „Hans Müller Xing“ in den Suchschlitz eintippen.

All die Ergebnisse musst du natürlich notieren. Am Schluss solltest du eine Liste mit Suchergebnissen vor dir haben, die du bequem auswerten kannst. Gefällt dir was du siehst? Umso besser, dann kannst du gleich zu Punkt 4 gehen! Wenn nicht, besteht dringender Handlungsbedarf.

3. Negatives löschen

Jetzt musst du dir die Ergebnisse vornehmen, die dir nicht gefallen. Es bringt dabei überhaupt nichts Google anzuschreiben und zu fragen, ob diese Dinge rausgenommen werden können. Google funktioniert lediglich wie ein demokratisches Organ im Internet. Es spuckt einfach alles aus, was das Internet über dich weiß. Gut oder schlecht spielt hierbei keine Rolle.

Vielmehr geht jetzt die mühselige Arbeit los: Schreibe alle Webmaster an, von deren Homepages du gelöscht werden möchtest. Es ist mitunter gar nicht einfach den richtigen Ansprechpartner zu finden, da oftmals der Verantwortliche nicht klar ausfindig zu machen ist. Hier heißt es einfach nur Geduld haben. Schreibe deine Freunde an, dass sie doch ein paar unangenehme Fotos entfernen mögen, die zum Beispiel auf StudiVZ veröffentlicht wurden.

4. Profil aufwerten

Die eigentliche Arbeit geht jetzt erst los! Was willst du, was andere über dich denken? Welches Bild von dir soll entstehen? Es gibt einiges was du tun kannst, um im Internet positiv zu wirken. Gar nichts im Internet zu haben könnte heutzutage auch negativ wirken. Nach dem Motto: Der Mensch ist nicht im Internet, also gibt es ihn auch gar nicht.

Hier ein paar Tipps, wie du dein Profil aufwerten kannst:

  • Registriere eine Domain auf deinen Namen. Zum Beispiel hans-mueller.de. Auf dieser Domain kannst du dich kurz vorstellen, quasi als Visitenkarte. Auf diese Weise steuerst du selbst, was die Leute über dich wissen dürfen und was nicht.
  • Eröffne einen Blog. Ein Blog ist ein gutes Instrument, um zu zeigen wofür du dich interessierst und was du alles kannst. Wenn du zum Beispiel Ahnung von Politik hast, dann schreibe aktuelle Kommentare über das Tagesgeschehen.
  • Benutze deinen realen Namen. Wenn du in anderen Blogs oder Foren Kommentare hinterlässt, die darauf schließen lassen, dass du ein gebildeter Mensch bist und dich für das Weltgeschehen interessiert, dann solltest du dich nicht hinter Pseudonymen verstecken, sondern deine Identität preisgeben.
  • Schreibe Rezensionen bei Google, Amazon oder einschlägigen Buchshops über Fachbücher oder andere gute(!) Literatur. So zeigst du auch, dass du gebildet bist.
  • Erstelle seriöse Profile in Xing und sonstigen Portalen
  • Personensuchmaschinen wie 123people.de oder yasni.de sind im Moment sehr in der Kritik. Aber auch diese kann man für positive Zwecke benutzen. Erstelle ein Profil und setze alle Links ein, welche die Welt über dich wissen darf. Den Rest lässt du weg. Dann wird der Rest auch schlechter gefunden.

Eine Zusammenfassung der 10 besten Tipps für eine gute Online-Reputation habe ich auf hier.

Wenn all diese Punkte beachtet werden, dann kann beim nächsten Vorstellungsgespräch eigentlich nichts mehr schieflaufen. Falls euch noch mehr Tipps einfallen, bitte hier posten! 😉

Foto: © Pauline / PIXELIO

 

Vorsicht vor gefälschten Paypal Emails!

Heute Morgen habe ich meinen Email-Account aufgerufen und hatte eine merkwürdige Email in meinem Briefkasten:

Paypal – Ihr Konto wurde vorübergehend begrenzt!

Lieb schätzte PayPal Kunden,,

Es ist zu unserer Aufmerksamkeit gekommen, dass Ihre
PayPal-Kontoinformation als ein Teil unseres ständigen Engagements
aktualisiert werden muss, Ihre Rechnung zu schützen und den Beispiel des
Schwindels auf unserer Website zu reduzieren.
Wenn Sie bitte 5-10 Minuten aus Ihrer Online-Erfahrung nehmen und Ihre
persönlichen Aufzeichnungen aktualisieren konnten, werden Sie in keine
zukünftigen Probleme mit dem Online-Dienst geraten.
Jedoch wird Misserfolg, Ihre Aufzeichnungen zu aktualisieren, auf
Kontosuspendierung hinauslaufen.
Sobald Sie Ihre Kontoaufzeichnungen aktualisiert haben, wird Ihre PayPal
Sitzung nicht unterbrochen und wird als normal weitergehen.

Ihren PayPal zu aktualisieren, registriert Klick auf der folgenden
Verbindung:
HTTP://WWW.PAYPAL.DE/ [1]

PayPal Sicherheitsberater
Copyright 1999-2009 PayPal. Alle Rechte vorbehalten.

Phishing heißt Passwortdiebstahl

Ein netter Sicherheitsberater von Paypal wollte mir hier also in einem ziemlich gebrochenem deutsch klamachen, dass ich mich aus Sicherheitsgründen bei Paypal einloggen solle, um das Betrugsrisiko zu vermindern. Gut, dass er mir auch gleich den passenden Link auf die Paypal-Startseite mitgesendet hat. Das diese Email ein Betrugsversuch war konnte ich aufgrund des schlechten Deutsch und einiger unverständlicher Formulierungen ohne große Mühe erkennen. Trotzdem wurde ich neugierig…

Niemals auf solche Links klicken!

Ich habe mir kurzerhand einen neuen Freemail-Account angelegt und die Email an diesen neuen Account weitergeleitet. Wichtig bei Spam-Mails ist, dass man niemals auf irgendwelche Links klickt, die man geschickt bekommt, da man sonst bestätigt, dass seine Adresse aktiv ist und in Zukunft noch mehr Müll bekommt. Aber das nur am Rande. Ich habe also die Seite (nach einem Virenscan) aufgerufen und, siehe da, ich bin tatsächlich auf der Paypal-Startseite gelandet. – Dachte ich. Nein. Eigentlich nicht.

Paypal Phishingseite Betrug Phishing

Auf dem Bild oben sieht man im roten Kasten eingerahmt, dass die URL ziemlich merkwürdig erscheint. Ansonsten ist alles haargenau gleich. Klar, ist ja auch nicht weiter schwer eine komplette Webseite herunterzuladen und auf seinen eigenen Webspace wieder hochzuladen. Ein weiterer Punkt, wie man Phishing erkennen kann ist die fehlende Verschlüsselung oder Zertifizierung. Unten sieht man den Unterschied im Original.

Paypal Startseite Original mit Sicherheitszertifikat

Alle Links auf dieser gefälschten Seite verweisen auf das Original. Der einzige Unterschied im HTML-Code ist, dass die Zugangsdaten gespeichert werden, sobald jemand seinen Benutzernamen und sein Passwort eingibt. Auf die Art und Weise kann der Betrüger dann jede Menge schöne Transaktionen über das Paypal-Konto ausführen. Er kann also richtig schön shoppen gehen. Das Ganze ähnelt ein bisschen dem Kreditkartenbetrug.

Irgendwen erwischt es immer

Als ich die IP-Adresse recherchiert habe, habe ich festgestellt, dass sie aus Polen stammt. Natürlich wieder nicht aus Deutschland. Angesichts der schlechten Sprache auch nicht verwunderlich. Das Schlimme ist nur, dass irgendwer wahrscheinlich immer drauf reinfällt. Egal, wie viele Warnungen ausgesprochen werden. Egal, wie aufmerksam man ist. Irgendwer hat immer eine Sekunde der Unachtsamkeit. Spammer jagen Millionen von Emails auf einmal raus. Irgendwer wird schon sein Passwort eingeben. Deshalb kann man nicht oft genug warnen: NIEMAND, der seriös ist, wird jemals einen Link schicken, wo man sich auf sein Bankkonto, Kreditkartenkonto oder Paypalkonto einloggen kann. NIEMAND, NIEMALS!

Was passiert eigentlich, wenn Spammer nun auch noch deutsch lernen?

 

„SchülerVZ schnappt Datendieb“, Frau von der Leyen!

Am 16.10.09 war es bekannt geworden. Unbekannte haben bei dem Ableger von der VZ-Gruppe SchülerVZ jede Menge Daten gestohlen. Jetzt wurden die Täter endlich geschnappt. Nachzulesen unter SchülerVZ schnappt Datendieb.

Datenschutz hat oberste Priorität

Auch wenn bei dem Vorfall keine sensiblen Daten, wie Adresse oder Email ausgespäht wurden, bleibt doch ein böser Nachgeschmack. Der geschnappte Täter ist ja gar nicht der eigentliche Verursacher, sondern nur jemand, der vom Haupttäter die Daten schon gekauft hat. Jetzt bleibt für mich die Frage: An wie viele noch? Vielleicht hat der Hacker sogar im Auftrag von jemandem gehandelt, der die Daten schon längst hat und jetzt unbekannterweise im Netz verschwindet. Jeder, der ein bisschen Ahnung von Datenbanken hat, kann sich nun ausmahlen, was man für schöne Abfragen damit machen kann. „Suche, Mädchen, 13, blond, Hamburg“.

Hätten Sie´s gewusst Frau von der Leyen?

Diese Daten können nun ohne Weiteres für Schlimme Sachen benutzt werden. Und das Ganze ohne Webseite. Ohne Webseite bedeutet auch, dass es keine Webseite gibt, die man sperren könnte. Ohne Webseite bedeutet auch, dass die lieben Kollegen Schäuble, von der Leyen und der Rest des BKA keine Ahnung hat was um sie herum so geschieht. Kein Schild: „Sperre – Verbot – Halt – Weg!“. An diesen aktuellen Geschehnissen sieht man wie wichtig der Datenschutz ist und das präventive Maßnahmen die Einzigen sind, die etwas bringen. Im Nachhinein ist man immer schlauer. So auch dieses Mal.

Reine Marketingzwecke sind auch nicht besser

Ich möchte keine Verschwörungstheorien starten oder Menschen irgendwelchen schweren Verbrechen beschuldigen. Aber nehmen wir doch mal an, dass die Daten einfach nur zu reinen Marketingzwecken missbraucht werden. Klar, in erster Linie entsteht ein Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Konkurrenten, der diese sensiblen Daten nicht gekauft hat. Aber in zweiter Linie, und das ist das Schlimmste daran, werden Kinder ohne deren Wissen, geschweige denn das Wissen der Eltern, dazu missbraucht, demografische Profile einer bestimmten Region aufzustellen. Und dann gehen die fiesen Marketingfeldzüge erst richtig los. Zum Beispiel kann eine bestimmte Firma, die weiß, dass auf einer bestimmten Schule überwiegend ihre Zielgruppe anwesend ist unbemerkt auf dem Pausenhof ihre Produkte verkaufen und den Kindern das Taschengeld entlocken.

Aufpassen, liebe Eltern!

Aus diesen Gründen kann man den Eltern, nur raten sich mit dem Thema zu beschäftigen und ihre Kinder auf die Risiken des Datenklaus im Internet hinzuweisen. Das Problem, was ich dabei sehe, ist, dass sich viele Eltern mit dem Internet weniger auskennen als ihre Kinder. Die Heranwachsenden haben oft auf diesen technischen Gebieten einen großen Wissensvorsprung. Sie können mit diesem Wissen, in Verbindung mit kindlicher Naivität aber viel Schaden für sich und ihre Familien anrichten. Die Eltern müssen sich also gezwungenermaßen mit dem Thema Social Networking auseinandersetzen. Alleine nur um zu wissen, was ihr Kind gerade so treibt und mit wem er sich trifft. Sie müssen ein offenes Gespräch suchen, über Risiken und Folgen die gewisse Umstände haben können.

Wie gesagt, der Täter wurde gefasst, aber weiß man an wen er alles die Daten weitergegeben hat?

 

Jetzt sitz ich in der Tinte – mit Brother, HP, Canon & co.

Was haben eine Druckerpatrone und eine Flasche vom besten Champagner gemeinsam?
Der Preis! Glaubt ihr nicht? Hier ein kleines Rechenbeispiel:

1 Tintenpatrone = 40 ml = 16,99 € im Kaufhaus

Jetzt kommt ein bisschen Dreisatz:

Wenn 40 ml = 16,99 € kosten, dann kostet 1 ml = 42 Cent. Hochgerechnet auf einen Liter sind das 424,75 €!

Jeder kennt ja mittlerweile die Beschriftungen in Supermärkten. Heutzutage müssen bei Lebensmitteln und Getränken immer Kilo- bzw. Literpreise angegeben werden, damit der Verbraucher bei 376,53 Gramm-Packungen nicht allzu sehr verwirrt wird. Aber warum gilt das nur bei Lebensmitteln? Ich stelle mir gerade vor, dass ich durch den Supermarkt schlendere, auf der Suche nach neuen Schnäppchen und plötzlich sticht mir folgendes ins Auge:

Tintenpatrone Preis pro Liter

Ich denke, dass dieses Preisschild durchaus mit der Auspreisung eines teuren Weines oder Champagners in einem Gourmetladen mithalten kann. Wie kann ein alltägliches Produkt wie Tinte so teuer sein. Ich erinnere mich an meine Grundschulzeit mit dem guten alten Füllfederhalter. Damals hat die Sechserpackung Patronen 99 Pfennig gekostet. Natürlich ist die Qualität der Druckertinte wesentlich besser als früher. Aber rechtfertigt das diesen enormen Preis?

Brauche ich Gelb für einen Schwarz/Weiß-Druck?!?

Es gibt ja noch mehr zu erzählen, wie die Firmen den Kunden zur Kasse bitten. Bei Hewlett Packard (HP) bekommt man für die drei Farben Cyan, Magenta und Gelb nur eine einzige Patrone. Was tut man also wenn Gelb leer ist, Magenta aber noch voll ist? Richtig. Die komplette Kartusche wird weggeschmissen und eine Neue muss her. Ein anderes interessantes Beispiel bietet Brother: Die Drucker aus diesem Hause haben zwar getrennte Patronen, wenn aber eine Patrone leer ist, dann druckt das High-Tech Gerät gar nichts mehr. Dieses interessante Erlebnis hatte ich einmal mit meinem Drucker. Ich wollte einfach nur einen Text (s/w) drucken und plötzlich blinkte die nette Fehlermeldung auf, ich solle mir doch eine neue Cyan-Patrone kaufen. Mein Brother druckt nicht weiter! Ich wurde richtig sauer! Nicht nur, dass ich mich gefragt habe, wofür ich denn wohl cyan für eine s/w-Seite brauche, nein, noch viel mehr:

10 % der Tinte wird weggeschmissen

Jedesmal, wenn ich die Patronen wechsele, dann ärgere ich mich, über die Restmenge – was nicht gerade wenig ist – die in der Kartusche bleibt. Die nächste Falle der Hersteller. Durch meinen ganzen Ärger habe ich dann ein bisschen geforscht und herausgefunden, wie der Tintenfüllstandsanzeiger im Drucker arbeitet. Es ist einfach nur ein kleiner Sensor, der am Rand der Patrone schaut, wie viel Tinte noch in der Patrone ist. Ein ganz einfaches Prinzip:

Dunkel = Voll
Hell = Leer

Mit ein bisschen Klebeband viel Geld sparen

Dann sollte sich dieses High-Tech-System doch eigentlich überlisten lassen. Und so funktioniert´s: Die Patrone aus dem Drucker herausnehmen und ein bisschen dunkles Klebeband um das Sichtfenster wickeln. Die genaue Stelle ist bei jedem Modell verschieden, jedoch ziemlich leicht zu erkennen. Die Patrone wieder einsetzen und schon denkt der Drucker, dass eine frische Patrone im Drucker steckt, obwohl er gerade noch angezeigt hat, dass sie leer ist. Jetzt kann man munter weiterdrucken. Allerdings sollte man das Ganze nicht zu weit treiben und die Patrone nie 100 % leer werden lassen, da sonst die Druckerdüsen Luft anstatt Tinte ziehen und evtl. beschädigt werden. Ich übernehme keine Haftung!

Refill-Patronen drucken genauso gut

Außerdem empfehle ich noch Refill-Patronen zu kaufen. Die gibt es für nur ein paar Euro und drucken in der gleichen Qualität. Ich habe den Test gemacht und sowohl mit Originaltinte, als auch mit Refill-Tinte das Gleiche Foto gedruckt und habe keinen Unterschied festgestellt. In diesem Sinne:

Gut Druck!

 

Arbeitgeber Googlen potentielle Mitarbeiter

Gestern überraschte diese Nachricht viele Anwender von Facebook & Co:

Firmen erschnüffeln Bewerberdaten im Web

Der moderne Arbeitgeber holt sich seine Informationen über potentielle Bewerber aus dem Netz. Bereits jeder vierte Chef sieht sich Hobbys, politische Aussagen oder private Bilder des Kandidaten in den verbreiteten Social Plattformen Facebook, Studivz & Co. an und entscheidet DANACH erst, ob es zu einem Vorstellungsgespräch kommt oder nicht.

Überrascht?

Was gab es gestern für einen Aufschrei in den Medien. Die Meldung, dass Arbeitgeber im Internet tätig sind, hat die üblichen Mal-wieder-ein-Terroranschlag-in-Afganistan-Meldungen überholt und auf der Straße lauschte ich Gesprächen mit Inhaltsfetzen wie „Jetzt muss man vorsichtig sein!“ oder „Eine Unverschämtheit!“. Mit solchen Bewertungen sollte man jedoch aufpassen. Denn Fakt ist, wer seine Fotos von der letzten Feier ins Internet stellt, der muss auch damit rechnen, dass es jemand sieht.

„Das bleibt aber unter uns!“

Diesen Spruch kennt jeder nur zu gut. Klar, jeder hat schon mal irgendetwas Peinliches gemacht, jedoch ist man dann froh, wenn es keiner erfährt. War zumindest früher so. Heute haben viele Partygänger das Bedürfnis eigene Fotos oder Fotos von Freunden am Besten noch in derselben Nacht ins Netz zu stellen. Das Ganze wird dann noch kommentiert mit Untertiteln wie: „Guck mal, wie voll ich war!“ und ab geht´s direkt auf den Monitor des Personalers, wo man sich gerade um seinen Traumjob beworben hat.

Legal oder Illegal?

Jetzt fragt sich natürlich der empörte Bewerber: „Dürfen die das?“ Andersrum sollte er sich aber folgendes Szenario vorstellen: Angenommen er arbeitet in einem Unternehmen im Verkauf und hat gerade wichtige Kundengespräche. Mitten in den Verhandlungen fällt dem Gegenüber plötzlich ein Foto in die Hand, auf welchem der Verkäufer mit nacktem Oberkörper auf dem Tisch tanzt. Das Resultat: Der Kunde springt ab und gibt im schlechtesten Fall noch schlechte Empfehlungen an andere potentielle Kunden. Der Ruf der Firma ist ruiniert und hat hohe Umsatzeinbußen.

Soziale Kompetenzen prüfen

Der genannte Fall ist selbstverständlich nur der Extremfall. Jedoch will sich der Personaler auf den Social Plattformen auch über soziale Kompetenzen ein Bild machen, wie z. B. Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit. Und mal Hand aufs Herz: Strahlt jemand Verantwortungsbewusstsein aus, der beim Camping in einem Bierdosenberg liegt? Natürlich sind all diese Fotos nur aus einem Spaß heraus entstanden und ich will niemandem unterstellen, dass einem diese sozialen Kompetenzen fehlen. Wenn man sich aber in die Lage der Chefs versetzt, dann kann man diese Reaktionen nur sehr gut nachvollziehen. Jeder will natürlich wissen WEM er in Zukunft jeden Monat 2.500 Euro in die Hand drücken muss. Das Web 2.0 macht es den Entscheidern einfach nur ein bisschen leichter zu forschen.

Den Ruf im Internet steuern

Wenn man all diese Dinge weiß, dann kann man natürlich auf der anderen Seite auch versuchen, seinen Ruf im Internet aufzuwerten. Anstatt sich negativ über seinen jetzigen Arbeitgeber zu äußern, kann man Sympathiepunkte sammeln, indem man erzählt, was einem gefällt an der Stelle. Man kann Ziele nennen, die man im Leben hat oder seriöse Fotos einstellen. Natürlich kann es mal passieren, dass ein Freund von einem Freund ein peinliches Foto von einem hochlädt, sei es aus Unbedarftheit oder um einem schaden zu wollen. In diesem Fall sollte man versuchen die betreffende Person zu kontaktieren um das Foto löschen zu lassen. Auch bieten alle Plattformen Funktionen an, um Fotos zu melden, die einem unangenehm sind.

Was sagt der Datenschutz?

Wer hat denn jetzt eigentlich Schuld an der Misere? Der Gesetzgeber? Die Plattformen? Die Arbeitgeber? Die Frage ist eigentlich egal, denn wer nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, weiß in der Regel gar nicht warum. Deshalb sollte sich jeder klarmachen, dass er Spuren hinterlässt wenn er sich im Internet bewegt. Welche das sind und wie sie sich äußern kann jeder Nutzer aktiv steuern.