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Der Lebensmittel Onlinehandel in Deutschland

Dem Lebensmittel Onlinehandel in Deutschland werden unter bestimmten Voraussetzungen gute Chancen eingeräumt. Allerdings rangiert dieses Verkaufmodell für Dinge des täglichen Bedarfs bislang noch unter der Kategorie „Nischenmarkt“, wie aktuelle Untersuchungen belegen. Eine Steigerung bis auf 1,5% des gesamten Nahrungsmittelmarktes bis 2016 wird dem deutschen Lebensmittel Onlinehandel von Experten zugetraut. Mit gezieltem Marketing lassen sich jedoch bessere Quoten für einzelne Anbieter erreichen.

Über 80% der Verbraucher müssen noch überzeugt werden

So viele Kunden gibt es immerhin hierzulande, die noch keinerlei Erfahrungen mit dem Lebensmittel Onlinehandel gemacht haben. Weniger als 1% der Verbraucher bestellt seine Waren online, wobei frische Lebensmittel noch mit großer Skepsis betrachtet werden. Wer ausschließlich über das Internet Lebensmittel anbietet, konzentriert sich in der Regel auf Großstädte und Metropolregionen mit schnellen Vertriebswegen.

Insgesamt befindet sich die Versorgung mit online bestellten Lebensmitteln weiterhin in den Kinderschuhen. Doch sie wird zunehmend zu einem relevanten Merkmal im Bereich Auswahl und Service bei etablierten Händlern und Handelsketten, die sich im harten Wettbewerb befinden. Entsprechende Marketing-Strategien tragen dazu bei, dass im Lebensmittel Onlinehandel die Kundenakzeptanz und damit das Kerngeschäft gestärkt werden.

Maßnahmen zur Kundengewinnung beschränken sich auf dem deutschen Lebensmittelmarkt häufig auf Preissenkungen und das Unterbieten von Mitbewerbern. Der Ausbau von Service und attraktiven Online-Angeboten wird darüber vielerorts vernachlässigt. Kein Wunder, dass der Pro-Kopf-Umsatz in Deutschland noch weit unter 5 Euro für über den Lebensmittel Onlinehandel bezogene Waren beträgt. In Ländern wie der Schweiz und Großbritannien ist der serviceorientierte Handel bereits bedeutend weiter. Dort wurde längst das hohe Potenzial erkannt, sich mit einem leistungsstarken Lebensmittel Onlinehandel herausragend zu positionieren.

Verbraucher bei ihren Gewohnheiten abholen

Über 70% der Deutschen sind zufrieden mit ihren Einkaufsmöglichkeiten bei Discountern, in Supermärkten und Fachgeschäften. Hier besteht noch großer Bedarf für Impulse zum Umdenken sowie für werbliche Aufklärungsarbeit, um eine riesige Zielgruppe von den Vorteilen der Online-Bestellung zu überzeugen. Vor allem an die über 50% der Verbraucher, die im Lebensmittel Onlinehandel bisher keinen Mehrwert für sich erkennen, richtet sich das Zauberwort effektiver Marketingkonzepte: „Vertrauen gewinnen“. Schließlich müssen Bedenken hinsichtlich der Produktqualität widerlegt und die Unkenntnis darüber ausgeräumt werden, ob im eigenen Wohnort überhaupt Möglichkeiten für Online-Bestellungen und prompte Belieferungen bestehen.

Starkes Argument: ein reibungslos funktionierender Lieferservice

Erfahrungsgemäß besteht für die meisten Verbraucher der entscheidende Mehrwert im Lebensmittel Onlinehandel im Lieferservice, der Transportprobleme vermeiden hilft und Zeitersparnis bedeutet. Ob die Preise für online bestellte Waren günstiger sind, spielt eine vergleichsweise geringe Rolle bei Kunden, die sich beliefern lassen oder ihre Bestellungen selbst bei einem Lager oder in einer Filiale abholen. Über entsprechende Click-and-Collect-Modelle verfügt der deutsche Lebensmittel Onlinehandel bereits.

Bei frischem Obst und Gemüse bevorzugen viele Kunden die Selbstabholung im Supermarkt. Für die Belieferung nach Hause ist das Gros der Verbraucher allerdings nur bedingt bereit, eine Zustellungsgebühr zu zahlen. Ein Lieferservice frei Haus wäre eine der Werbebotschaften im Lebensmittel Onlinehandel, die ankommen.

Traditionelle Einzelhändler könnten zu den Pionieren im Lebensmittel Onlinehandel gehören. Mit einer benutzerfreundlichen Warenpräsentation im Internet und einem tragfähigen Marketingkonzept kann es gelingen, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und ihnen plausibel zu machen, warum sie durch den Lebensmittel Onlinehandel profitieren. Werbung um Vertrauen und das Erkennen eines Mehrwertes erfordern neben einem kreativen Marketing Zeit und Geduld.

Autor: Sven Dänner

 

20 Antworten

  1. Naja also ich gehe da lieber noch selber einkaufen.
    Aber trotzdem sehr interessanter Artikel.

    Viele Grüße

  2. Bin mal sehr gespannt, was daraus noch wird. In anderen Ländern ist es ja schon Gang und Gebe, dass auch die Lebensmittel vor die Haustür geliefert werden. Spätestens, wenn der demographische Wandel hierzulande auf dem Höhepunkt ist, wird das wohl dann auch hier so sein.

  3. Ein Problem beim Onlinekauf von Lebensmitteln sind auf jeden Fall die vielen Verpackungen, welche die Lebensmittel schützen sollen. Die kann man zwar meist kostenlos zurückschicken. Aber trotzdem muss man dann wieder zur Post und das mit dem Karton. Wenn man nicht gerade neben einer Postfiliale wohnt, kommt es von dem Aufwand dann fast wieder auf das selbe raus.

  4. Allein demographisch gesehen wird man in Zukunft nicht an einem verstärkten OnlineLebensmittelhandel vorbeikommen. Viele ältere Menschen die im Dorf ohne Supermarkt leben sind zwangsweise darauf angewiesen

  5. Ich habe lange damit gezögert Lebensmittel Online zu kaufen. Aber seit dem ich es mal probiert habe, will ich gar nicht mehr darauf verzichten. In dieser Art und Weise spare ich mir die Zeit, Geld und Energie, weil ich ja selber nicht zu dem Supermarkt fahren muss. Der Trend wird sich noch bestimmt entwickeln. So übrigens, nur Gemüse kaufe ich immer noch beim Lokalen Bauer. Frisch, lecker und gesund.
    Gruß
    Wolfgang

  6. Hallo,
    Ich kann mir noch nicht so recht vorstellen, dass die Leute in Zukunft auch noch den Großteil ihrer Lebensmittel bis vor die Türe geliefert bekommen. Für mich persönlich gehört Einkaufen in der Regel zu den netten Dingen des Lebens. Ich möchte nur ungerne darauf verzichten, mein Obst und Gemüse nach meinem Auge auszuwählen und auch so ein kurzes Gespräch an der Kasse kann doch nett sein! Ich finde das Einkaufen von Lebensmitteln gehört letztendlich auch schon zum ganzen Essensgenussprozess (so will ich das mal nennen). Für mich nicht vorstellbar mir die Lebensmittel anliefern zu lassen. Aber es mag wohl genügend faule Menschen auf dieser Welt geben, sodass ein lukratives Geschäft entstehen könnte. Bin gespannt! Gruß.

  7. Ich glaube schon, dass die Nachfrage nach Lebensmitteln auch im Online-Bereich vorhanden ist und man sieht ja immer wieder, dass Waren wie Nahrungsergänzungsmittel etc, die meist nur in speziellen Läden vor Ort erhältlich sind, auch gerne online gekauft werden. Das Problem ist zum einen der hohe Aufschlag im Gegensatz zum Supermarkt als auch die Versandkosten. Würde beides etwas moderater ausfallen, dann gäbe es bestimmt sowohl in den Großstädten als auch auf dem Land viel mehr Interessenten. Ich habe selbst eine Zeit lang im Ruhrgebiet ohne Auto gewohnt und der nächste größere Supermarkt war kilometerweit entfernt. Hätte es damals einen Online-Supermarkt zu vernünftigen Preisen gegeben, hätte ich allein schon wegen der Zeitersparnis sehr oft dort bestellt.

  8. Das Prinzip des Onlinehandels mit Lebensmitteln ist ja nicht neu, auch in Deutschland gibt es schon seit Jahren ein großes Angebot, wenn auch nicht von den großen Discounterketten, dafür von diversen alternativen Anbietern.
    Leider sorgten aber viele „TV-Shows / Tests“ in den letzten Jahren dafür, dass die Skepsis der potentiellen Kunden, so auch bei mir, wuchs.
    Wie du schon schön beschrieben hast, gerade frische Produkte, ich schließe da mal Fisch und Fleisch mit ein, kommen nunmal einfach nicht mehr mit der gewünschten Temperatur an. Und wenn die Menge an Isolierung die für die Verpackung benötigt wird fast so viel kostet wie deren Inhalt, so hat man meiner Meinung nach das Ziel verfehlt…

    Die Zukunft sehe ich vor allem in urbanen Wohngebieten, da sind die Transportwege klein und eigenständige „Nahrungsmittellieferdienste“ könnten sich mit geringem Startkapital schnell etablieren. In ländlichen Gegenden halte ich die Belieferung mit Online bestellten Lebenmitteln aber für unwirtschaftlich, bzw. unökologisch und ziemlich sinnfrei.

  9. Ein sehr interessanter Artikel !
    Ich habe selbst relativ positive Erfahrungen, mit dem Lebensmittel Onlinehandel, gemacht . Ich bestelle mir gerne Müsli online, das tolle ist auch noch, dass ich mir mein Müsli mit verschiedensten Früchten selbst zusammenstellen kann. Der Versand ist auch sehr Schnell. Ich denke, Lebensmittel die lange haltbar sind können problemlos Online bestellt werden, problematisch wird es nur mit den Lebensmittel wie Fleisch, Gemüße etc. wegen der Frische und haltbarkeit.
    Aber danke für diesen tollen Artikel und viele Grüße !

  10. Ich denke sobald die richtigen Bedingungen geschaffen sind, wird auch dieser Markt blühen. Mittlerweile werden schon Lieferungen am gleichen Tag getestet, ich denke, dass ist schonmal ein Schritt in die richtige Richtung!

  11. Kai

    Ich glaube der Markt kommt aber noch ganz schön in Bewegung. Deutschland steht da noch ganz am Anfang und mit der Zeit wird auch dieser Trend zunehmen. In anderen Ländern gehört Shopping von Lebensmitteln schon dazu

  12. Hier steht Deutschland noch ganz hinten. Andere Länder sind da schon viel weiter. Aber wenn die Bedingungen stimmen, dann wird sich das auch in Deutschland durchsetzen. Viele ältere Leute werden auf den Onlinehandel mit Lebensmittel angewiesen sein. Gerade in den Wintermonaten wird sich das verstärkter durchsetzen.

  13. Ich finde es extrem praktisch, dass man mittlerweile online Essen bestellen kann. Allerdings muss ich sagen, dass ich gerade bei Obst und Gemüse lieber persönlich auswähle, was ich möchte.

  14. Also bis auf Kaffee und Wein kaufen wir immer noch keine Lebensmittel online. Was allein schon daran liegt, dass ein solcher Dienst in unserem Dorf überhaupt nicht angeboten wird.

    Also selbst wenn wir wollten… wir könnten nicht!

  15. Man merkt auch wie Amazon langsam mit Amazon Pantry hier einsteigt, ich glaube in Zukunft werden immer mehr Menschen online ihre Lebensmittel einkaufen!

  16. Stimme ebenfalls zu, das der Onlinehandel für Lebensmittel weiter zunehmen wird aber nicht rasant sondern in kleinen Schritten. Die Angebot werden immer weiter ausgebaut, wie man schön am Beispiel Amazon sehen kann. In Großstädten wie München können Waren mittlerweile innerhalb von 2 Stunden geliefert werden. Dadurch wurde meines Erachtens eine weitere Hürde abgebaut, die gegen den Kauf von Lebensmitteln im Internet sprach. Die schnelle Verfügbarkeit. Man kann am Nachmittag bestellen und am Abend schon sein Essen kochen.

  17. Super Artikel vielen Dank. Ich finde die Idee gut sein Essen online zubestellen wenn man grad keine Zeit für einen Einkauf hat oder wenn man etwas bestimmtes brauch, das im Laden um der Ecke nicht vorhanden ist. Für alte Leute die nicht mehr schwer heben dürfen ist es auch sicherlich hilfreich.

  18. Ich bevorzuge auch immer noch lieber den Kauf im Handel, nicht zuletzt weil man sich halt auch die Ware einmal anschauen kann. Was bei Lebensmittel ja auch wichtig ist. Genauso wie ich Tierbedarf (Katzenfutter etc) nicht online kaufe. Im Internet ist es mir irgendwie immer unbehagen.

    Grüße

  19. Im Moment gibt es noch keinen Dienst, der ernsthaft eine echte Alternative zum Supermarkt ist. Ich habe auch schon einige Dienste getestet, aber so ganz konnte mich keiner überzeugen. Rewe kommt der Sache da scheinbar noch am nächsten, aber Dienste wie Hello Fresh sind einfach noch deutlich zu teuer

  20. Der erste Gedanke war: so ein Quatsch! Aber wenn ich etwas genauer darüber nachdenke, spart eine Belieferung sicher nicht nur einiges an Zeit, sondern auch eine Menge Geld. Wenn ich mir so überlege warum ich jeweils einkaufen gehe und was dann letzten Endes alles in meinem Einkaufswagen landet erscheint mir eine Kostenersparnis von 30-40% realistisch…

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