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Expertenwissen SEO: Viele populäre Techniken sind längst überholt

SeoxtDie Bewertungskriterien, nach denen Suchmaschinen wie Google den Wert einer Seite errechnet, unterliegen der höchsten Geheimhaltung. Damit will der Konzern sicherstellen, dass seine Ergebnisse einen objektiven Überblick zu der eingegebenen Suche darstellen und gleichzeitig verhindern, dass sich Seiten durch das gezielte Ausnutzten dieser Kriterien im Rahmen des Online Marketing einen zu hohen Rang erschleichen. Die Auswertung selber erfolgt nach einem allgemein bekannten Algorithmus, den Larry Page, einer der Gründer von Google, im Rahmen seiner bis heute niemals fertiggestellten Doktorarbeit entwickelte. Von ihm – nicht nach dem Begriff Homepage, wie viele fälschlicherweise glauben – ist auch der Begriff Pageranking abgeleitet, der die Platzierung einer Webseite in den Suchergebnissen bestimmt. Obwohl der Algorithmus veröffentlicht wurde, ist es jedoch die Wertung bestimmter Schlüsselfaktoren, die die genaue Position bestimmen.

Gerade für kommerzielle Anbieter ist es entscheidend, möglichst weit oben in den Trefferlisten zu erscheinen. Um dies zu erreichen, ist ein gezieltes Online Marketing notwendig, das verschiedene Bereiche umfasst. Neben herkömmlichen Werbekampagnen im Internet sind das unter anderem die Suchmaschinenoptimierung (SEO), der öffentliche Auftritt in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ und Twitter oder das Setzen möglichst weit gestreuter Links, die auf die eigene Seite zeigen. All diese Aktivitäten benötigen spezialisiertes Fachwissen, um erfolgreich durchgeführt werden zu können, und sind von Laien nur sehr schwer unter hohem zeitlichen Einsatz zu bewerkstelligen. Im letzten Jahrzehnt wurden deshalb Unternehmen tätig, die sich auf die Durchführung eines effektiven Online Marketing spezialisiert haben. In der Regel sind das SEO-Agenturen, die sowohl über die notwendigen Fachkenntnisse als auch die entsprechende Erfahrung verfügen.

Google reagiert auf solche Ansätze dadurch, dass es die genauen Kriterien geheim hält und mehrmals im Jahr variiert. Es ist deshalb beim Online Marketing nicht ausreichend, die Grundzüge der SEO zu kennen, wie sie vielfach im Internet dargelegt werden. Oftmals sind solche angeblich aktuellen Tipps bereits längst überholt oder wiederholen nur generell längst bekannte Strategien, die kaum effizient sind. Ein Beispiel dafür sind die Meta-Tags. Diese für den Besucher unsichtbaren Stichwörter dienten zeitweise dazu, den Inhalt einer Seite zu beschreiben und die Auswertung durch Suchmaschinen zu optimieren. Schnell wurden sie jedoch inflationär gebraucht, denn viele Webmaster versuchten, durch eine Unzahl von Begriffen möglichst viele Besucher auf ihre Homepage zu locken. Schon seit Jahren werden sie deshalb nicht mehr für die Bewertung herangezogen, in Blogs aber immer noch als effektives Mittel für ein erfolgreiches Online Marketing gepriesen.

Ähnliche Entwicklungen gab es in den letzten Jahren auch im Bereich der sozialen Netzwerke. Hier wurde ebenfalls versucht, durch Aktionen wie dem Kaufen von Freunden Auftritten eine Relevanz zu verschaffen, der sie in keinem Fall gerecht wurden. Auch hier wurden von den Betreibern längst entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet, die von der Entwertung einzelner Auftritte bis hin zum Löschen ganzer Profile reichten. In allen Fällen sind deshalb Experten und ihr Wissen über den aktuellen Stand der Technik notwendig, wenn Online Marketing erfolgreich sein und von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden soll. Agenturen für SEO bieten dazu ein ganzes Spektrum von Leistungen, das bei dem Design einer Webseite beginnt und hin zu der Integration in andere Seiten führt. Je vielfältiger diese Maßnahmen sind, desto deutlicher und langfristiger ist auch der Erfolg.

 

9 Antworten

  1. Nik

    …falsches wurde hier nun nicht gesagt, aber ein paar Beispiele zu veralteten Methoden hätten mich schon gefreut. (Leider) ist nämlich je nachdem wie das restliche SEO Profil aussieht, das erwähnte Kaufen von Social Followern nicht unbedingt als sinnlos oder veraltet anzusehen. Nur damit getan ist es aber natürlich nie.

  2. Seit fast genau einem Jahr hat Google seine Kriterien für vordere Platzierungen grundlegend geändert.

    Was damals galt, gilt heute nicht mehr.

    Die Kriterien Googles gehen weiter verstärkt in Richtung Gewinnmaximierung – selbstredend nicht im Sinne der Webseitenbetreiber, sondern im Sinne des Unternehmens Google selbst.

    Die Gewinne des Suchmaschinengiganten explodieren in dem Maße, wie die Gewinne der Webmaster schrumpfen – die Bilanzen von Google sprechen Bände.

    Der normale User erkennt dies leicht daran, dass er nicht direkt auf seine gesuchten Seiten kommt, sondern dort landet, wo er unwillkürlich auf Werbeeinblendungen klicken muss, um dennoch nicht zum Ziel zu kommen.

    Der Rahmen für eine Suchmaschinenoptimierung ist somit sehr eng gesteckt und nicht immer von Erfolg gekrönt, im Besonderen dann nicht, wenn es um umkämpfte Suchbegriffe und somit um sehr viel Geld geht.

    • Nik

      Wie sieht es denn bei anderen Suchmaschinen aus, vielleicht sollte man sich mal etwas von Google abwenden? Wobei eine echte „Optimierung“ speziell für Bing mir weiterhin wie Glückssache vorkommt…

  3. Jeden Tag rennt eine neue Sau durchs Dorf. Auf meinen Seminare erkäre ich immer: alles was Ihnen im normalen Leben komisch vorkommt sollten Sie bei Google auch nicht machen.
    Z.B. im Vorgarten eine Pommesbude neben einem Modegeschäft aufbauen („Crossselling“) und die ersten 4 Wochen jeden Tag mehrere Busse mit Personen, die kein Deutsch sprechen vorfahren lassen und denen kostenlos Pommes geben in der Hoffnung, das dann die ganze Stadt bei Ihnen einkauft.

    Bei aller Googleitis wird die Auswahl eines performantes Webhosters oft genug unterschätzt. Wenn der Bus mit den „Gästen“ hält müssen die Pommes in wenigen Minuten/Sekunden fertig sein. Niemand will warten.
    Performance ist daher immer ein entscheidender Faktor bei der Usability und beim Ranking.
    Auch wenn META Tags in diesem Post als veraltet dargestellt werden, so melden die Webmastertools von Google diese jedoch an, wenn sie fehlen.

    Beste Grüße aus Aachen,
    Ulrich Lennartz

  4. Seffen

    Ich finde die ansichten sehr interessant. Danke, dass auch mal in diesem Bereich neus aufgedeckt wird.

    Grüße aus Koblenz!

  5. Vor ein paar Jahren hat das ja noch ganz gut mit lauter Nonsense-Freeblogs geklappt – was so mancher bei der Entwicklung im Bereich SEO inzwischen sicher bitter bereut hat.
    Das Beispiel mit der Pommesbude ist super – ehrlicherweise frage ich mich aber, warum es immer noch Seiten gibt, die gut ranken, aber einen Haufen Backlinks z.B. aus Asien und Russland in ihrem Backlinkprofil haben.. und diese Seiten bieten rein gar nichts in den jeweiligen Sprachen an. Hat da dann irgendwie keinen Einfluß. Finde ich seltsam.

  6. auch ich ärgere mich über viele Mitbewerber, die offensichtlich „unerwünschte methoden“ benutzen, aber entgegen der beschwörungen der Auguren in den Foren seit Jahren keineswegs abgestraft werden. Richti sind die obigen Ausführungen, wenngleich sie konstruktiv auch nicht weiterbringen, mal abgesehen von der Binsenweisheit mit den Pommes 😉

  7. Hallo Hans,

    danke für`s 😉 – in diesem Sinne alles Gute.
    Wirf doch mal einen Blick auf lennartz-hosting.de – es geht um die SEO-Binsenweisheit Performance ist alles!

    Gruß Ulrich

  8. alicia

    Also ich finde der Fokus liegt jetzt viel mehr darauf WAS sich auf der Seite befindet, also dem Content. SEO ist gut und schön und auch weiterhin wichtig. Aber wer keinen guten Content hat kommt mit SEO alleine nicht weiter. Schließlich und endlich werden Backlinks und allgemeine Bekanntheit mithilfe von Sozialen Netzwerken generiert wenn geteilt wird und geteilt wird nur was gut ist. Ich habe ein Tool gefunden das Content Curation, Creation und SEO verbindet. Findet man auf: topicheads.com

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