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Besucherzahlen deutscher sozialer Netzwerke: Nur Xing stabil

Besucher XingDer Besucherschwund geht weiter: Einer Studie der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) zufolge haben sich die Statistiken der Besucherzahlen deutscher sozialer Netzwerke weiterhin verschlechtert. Die größten Verluste musste demzufolge das Netzwerk wer-kennt-wen hinnehmen. Im Februar 2013 besuchten nur 34,2 Millionen Menschen die Webseite. Das entspricht einem Rückgang von fast 46% im Vergleich zum Februar des Vorjahres, in welchem noch 63 Millionen Nutzer wer-kennt-wen einen Besuch abstatteten.

Ähnlich schlecht schneiden die Lokalisten ab: nur noch 2,5 Millionen Internet-Nutzer wollten sich im vergangenen Monat zu dem Kreis der Lokalisten zählen. Das Netzwerk büßte in den letzten 12 Monaten mehr als 50% des gesamten Traffics ein. Auch StayFriends klagt über Besucherschwund. Mit weniger als 30% Verlust hält sich der Abwärtstrend jedoch noch halbwegs in Grenzen.

Nur leichte Verluste für Xing

Weiterhin stabil halten sich die Werte für das Karrierenetzwerk Xing. Mit gerade einmal 3% Verlust im Vergleich zum Vorjahr ist Xing das einzige soziale Netzwerk aus Deutschland, das es über Jahre geschafft hat, der großen Konkurrenz von Facebook und Google+ standzuhalten.

 

Besucher soziale Netzwerke Deutschland

Bedarf an Karrierenetzwerken weiterhin da

Aus dieser Studie lassen sich zwei wichtige Schlüsse ziehen: Zum einen bleibt es für die Internetnutzer weiterhin wichtig ein aussagekräftiges Profil für eventuelle Karrierechancen zu haben. Xing ist dabei die erste Adresse, da sich hier auch viele professionelle Kontakte knüpfen lassen. Zum anderen zeigt diese Studie auch, dass der Marktführer Facebook weiterhin nicht oder nur mäßig geeignet ist, um Business-Kontakte zu knüpfen. Facebook macht Spaß. Mehr nicht.

Xing wird also auch weiterhin seine Dasein-Berechtigung haben. Die Verluste der anderen Netzwerke sind darauf zurückzuführen, dass sie untereinander austauschbar geworden sind und gegenüber Facebook oder Google+ keinen echten Mehrwert für den Nutzer bieten. Es gibt also für jeden Lebensbereich ein primäres soziales Netzwerk: Für die Gestaltung der Freizeit ist dies Facebook und für den professionelle Zwecke greifen Nutzer lieber auf Xing zurück.

 

9 Antworten

  1. Generell kann ich da nur zustimmen, es gibt einen allgemeinen Niedergang der heimischen sozialen Netzwerke. Allerdings gibt es laut similarweb.com/website/xing.com auch einen Aufwärtstrend gerade bei Xing so dass die Besucherzahlen schon wieder fast auf dem Stand von August 2012.
    Vielleicht gibt es also Hoffnung?

  2. Es findet momentan wohl eine Konzentration statt. Die sozoalen Netzwerke die ähnlich Facebook sind verlieren Massiv Traffic an Facebook. Xing hat einen anderen Hintergrund und kann dadurch den Traffic behaupten.

  3. Meinst du nicht, dass das vor allem auch mit der Werbung zu tun hat? Mir kommt es so vor als würde die oben genannten Portale kaum mehr Werbung schalten. Kino, TV, Zeitschriften: bis vor ein paar Jahren waren diese Portale in dem Medien noch präsenter.
    Mich persönlich würde interessieren wie sich diese Zahlen im Vergleich zu den Werbeausgaben verhalten.
    Klar kann man nicht abstreiten, dass viele einfach an Facebook abspringen, aber genau so müssten solche Portale irgendwann auch wieder Zulauf bekommen. Gerade jetzt, wo Facebook immer mehr Updates schaltet, welche eine noch genauere Suche nach den persönlichen Daten zulassen, sollten diese Portale ihr Chance nutzen und die „Abspringer“ zu sich holen.

  4. Im Themenbereich Karriere, für den Xing steht, wird das Interesse weiter wachsen.
    Bei den Netzwerken mit eher privatem Charakter fühlen sich Viele zu denen mit den meisten Nutzern hingezogen.
    Dort findet man am leichtesten die Kontakte zu seinem eigenen Umfeld wieder und auch das Interesse an Neuem wird hier am Besten bedient.
    Der Schutz privater Daten scheint für viele junge Leute keine große Rolle zu spielen.

  5. Ich denke, dass Facebook irgendwann nochmal richtig auf die Schnauze fallen wird. Erste Verbraucherschützer machen ja schon darauf aufmerksam, was alles mit der neuen Filterfunktion von Facebook möglich ist. Irgendwann wird auch die jüngere Generation darauf kommen, dass Datenschutz eben doch nicht so weit weg ist von der Realität wie sie vielleicht denken.

  6. Steffen B.

    @Maxi: Ja, das denke ich auch! Und das hoffe ich ehrlich gesagt auch irgendwie…
    Ich halte wirklich nicht mehr viel von facebook!

  7. In meinen Augen war der Bereich Soziale Netzwerke in Deutschland für einige Jahre „überhyped“. Es war voll im Trend, in einem sozialen Netzwerk aktiv zu sein, es gab viel zu entdecken und viele Erfahrungen zu machen.
    Jetzt ist der Hpe vorbei, die Menschen wissen was sie dort erwartet, es gibt nicht mehr so viel Neues dort zu entdecken und zu erfahren, wie noch zu Beginn und der Hype endet.
    Was übrig bleibt, sind, wie du schon sagst, nur noch die Sozialen Netzwerke mit Mehrwert, wie Xing, facebook als Marktführer (aber auch hier werden die aktiven Nutzer mit der Zeit weniger werden) und Nischennetzwerke für bestimmte Gruppen.
    Natürliche Auslese. Auf zum nächsten Hype!

  8. @Micha:
    Ja das stimmt, soziale Netzwerke wurden in den letzten Jahren „überhyped“, wie du es nennst, jedoch ist Facebook (ob du es glaubst oder nicht) noch nicht in jedem Teil Deutschlands angekommen. Ich war bis vor ein paar Wochen für ein halbes Jahr in Sachsen-Anhalt geschäftlich und habe festgestellt, dass dort so gut wie niemand auf Facebook registriert ist. Das kam dort oben erst langsam auf. Als die dann gehört haben, dass ich dort schon seit Jahren aktiv bin, haben sich dann auch die ein oder anderen angemeldet. Deswegen denke ich, dass der Facebook-Hype ncoh ein paar Jahre so weitergehen wird.

  9. Udo

    Vor einigen Jahren begann der Hype und man musste bei möglichst vielen Netzwerken angemeldet sein. Wahrscheinlich merken nun viele, dass es ausreicht, wenn man auf einem Portal online ist. Und in den letzten Jahren ging der Trend mehr und mehr zu Facebook, da hier am meisten geboten wird. Die oben genannten Portale im privaten Bereich werden bald keine Rolle mehr spielen. Nur Xing hat als Karrierenetzwerk guten Chancen, sich weiter zu behaupten.

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