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SEO vs. Content – Panda gegen die Online-Marketing Welt

Die Online-Marketing Welt schreit:

“Wie brauchen ein neue Suchmaschine!”

“Das Panda-Update zerstört Existenzen!”

“Wie kann Google das bloß verantworten?”

Das Panda-Update ist nun endlich auch in Deutschland raus. Und die Online-Marketing Welt ist empört. Über Jahre mühsam zusammengebastelte Webprojekte landen auf einmal irgendwo im Nirvana der Suchmaschine. Ganze Existenzen scheinen bedroht zu sein. Nämlich diejenigen, die vorher ihr Geld mit MfA-Sites verdient haben, oder sich mit kostenpflichtigen Webkatalog-Eintragungen ein paar Euro dazu verdient zu haben. Für all diese Seiten tut es mir natürlich schrecklich leid, denn ich wünsche natürlich niemanden etwas Böses. Doch wie konnte es dazu kommen, dass sich unser Freund und Helfer Google auf einmal gegen uns gewandt hat?

 

SERPs sind für Menschen, nicht für SEOs

In einer Nacht- und Nebelaktion hat Google im Rahmen des Panda-Updates tausende ehemals starke Webseiten vernichtet. Betroffen sind nicht nur minderwertige Artikelschleudern, sondern auch solide Projekte wie openPR. Doch die Frage lautet, ob openPR jemals durch eine Suchanfrage einem Nutzer einen Mehrwert geboten hat. Außer Frage steht, dass die Artikel dort allesamt von guter Qualität sind, jedoch konnte man auch bei diesem Portal eine starke Tendenz in Richtung MfA-Site feststellen. Das Wichtigste ist jedoch, dass die meisten Artikel nur dazu gedacht sind, um den Userstrom auf eine andere Webseite, nämlich die des Autors zu lenken. Der Suchende bei Google kann demnach auch gleich auf die entsprechende Webseite umgeleitet werden, ohne den Umweg über ein Artikelverzeichnis zu machen.

 

Vor dem Panda-Update:

Search engine result page (SERP) → Artikelverzeichnis → Quality Content

 

Nach dem Panda-Update:

Search engine result page (SERP) → Artikelverzeichnis → Quality Content

 

Dem User wurde also ein Schritt erspart. Google will seine Ergebnisseiten nicht danach richten, wer am Meisten in SEO investiert hat oder wer die cleversten Linkbuildingstrategien hat. Google ist für Menschen gedacht. Menschen, die etwas suchen. Menschen, die ein Problem haben, welches gelöst werden soll. In den letzten Jahren haben sich durch zunehmende SEO-Aktivitäten aber immer mehr minderwertige Ergebnisse in die SERPs eingeschlichen. Es ging vielen Optimierern (natürlich nicht allen) nur darum, seine eigenen Inhalte irgendwie nach oben zu pushen. Oftmals wurde dabei der User außer Acht gelassen. Also derjenige, der sich die Seiten im Endeffekt auch ansehen muss.

 

Content ist wieder King

Nach dem Panda-Update erscheint es so, als ob wieder hochwertige Endprodukte mehr zählen, als ausgeklügelte Linknetzwerke. SEO ist weiterhin erlaubt, sogar erwünscht, jedoch nur, wenn die Landing-Page vernünftige Inhalte aufweist. Für minderwertigen Content wird es zunehmend schwerer, sich gut zu platzieren. Aber genau das ist auch gut so. Content-Farmen, oder Webseiten, die von ein paar Indern für ein paar Dollar zusammengeschrieben wurden, haben einfach nichts zu suchen in einer Suchmaschine, die den Anspruch hat auf Dauer Marktführer zu bleiben. Die Gewinner des Panda-Updates sind eindeutig Webseiten mit gut recherchierten Inhalten, die nur ein gewisses Maß  an Werbung beinhalten und nicht völlig überfrachtet sind.

 

Wen stört´s überhaupt?

Ich nehme an, dass es dem Großteil der Menschheit völlig egal ist, ob nun ein paar Webmaster starke Umsatzeinbußen durch fehlenden Traffic haben. Meine Mutter zum Beispiel hat weder eine Ahnung davon, wer oder was denn bitteschön das Panda-Update ist, noch hat sie jemals etwas von Suchmaschinenoptimierung gehört. Und trotzdem gehört sie zu den über 50 Millionen Deutschen, die täglich Googlen. Der Großteil der Nutzer vertraut darauf, dass relevante Ergebnisse ausgespuckt werden. Ein bestehendes Problem soll möglichst schnell gelöst werden. Wird dieses Problem gelöst, indem Traffic auf minderwertige Seiten umgelenkt wird? Eher nicht. Und genau das war es, was Google so viel Kopfzerbrechen bereitet hat.

 

Sei innovativ, sonst ist es jemand anders!

Googles Hauptsorge ist es also nicht, ob ein paar Webmaster mit ihren MfA-Sites genügend Geld verdienen, sondern ob die Nutzer zufrieden sind. Wenn bei der Gruppe Usern, die noch nie etwas von SEO gehört haben (und das dürfte mit Abstand die Mehrheit sein), also Unzufriedenheit über die Suchergebnisse auftaucht, dann werden sie sich mittelfristig eine Alternative suchen. Ob es die heute schon gibt, sei dahingestellt. Es wird sie aber geben, wenn Google aufhört sich um seine Nutzer zu kümmern und diese mit schlechten Suchergebnissen enttäuscht. Jedoch ist Kundenzufriedenheit und die Angst Marktanteile zu verlieren die treibende Kraft, die ein Unternehmen dazu zwingt besser zu werden als die Konkurrenz.

 

Weiterführende Artikel:

Panda-Update – Gewinner und Verlierer

Ist Google Panda gerecht?

Der Panda ist da – Lesenswertes im Netz

Google Panda-Update in Deutschland ausgerollt

Panda-Update in Deutschland angekommen

Panda Pics zum Schmunzeln…

Google kickt nervige Null-Inhalte raus

Tipps zur Erstellung hochwertiger Websites

Das Google Panda Update ist in Deutschland angekommen

 

Fazit

Auch wenn es einige Seiten getroffen hat, die es nicht verdient haben (jeder hat wohl über Nacht mindestens eine seiner Lieblingsseiten verloren), ist das Panda-Update insgesamt ein Schritt in die richtige Richtung. Es soll den Webmaster dazu animieren wieder Inhalte für Menschen und nicht für Bots zu schreiben. Das Verhältnis von Ads und Content muss wieder gerade gerückt werden und nicht zuletzt muss sich jeder Webmaster die Frage stellen: “Würde ich selber diese Seite weiterempfehlen?” Alles in allem sollte die eigene Online-Marketing Strategie aber nicht nur auf SEO basieren, sondern vor allem auf den Mehrwert für den Nutzer abzielen. Wer sich nur auf das Wohlwollen einer Suchmaschine verlässt und keine anderen Maßnahmen zur Festigung seiner Marktposition unternimmt, der darf sich hinterher nicht beschweren, wenn durch eine simple Algorithmus-Änderung die Existenz bedroht wird.

 

14 Antworten

  1. Viele Seiten sind zu recht nach hinten durchgereicht worden, mal sehen wie es in zukunft weiter geht.

  2. Es hat allerdings auch teilweise Seiten getroffen, wo es aktuell! noch nicht nachvollziehbar ist, wieso die eine solch drastische Abwertung bekommen haben.

    Dem entsprechend bin ich gespant, in wie weit der Panda Algorithmus seitens Google noch bearbeitet und optimiert wird. Wo der Fehler im Detailsteckt, wo Absicht dahinter steckt. Das Seiten wie Artikelvz, Toplisten einen Absturzverzeichnen find ich durchaus berechtigt, da der Mehrwert nicht gegeben ist.

    Aber es hat ja sogar regionale Zeitungen teilweise getroffen und da sollte man zumindest annehmen können, dass der Inhalt einen Mehrwert bietet.

    Abwarten und Tee saufen.

  3. @Kathrin:
    Sicherlich hat es auch Unschuldige gegeben. Aber das werden die Experten bei Google sicherlich auch wissen. Ich denke, dass Panda nur der Anfang eines kontinuierlichen Prozesses ist. Die Feinabstimmungen werden nach und nach kommen.
    Wie du schon richtig sagst: Abwarten und Tee saufen. ;-)

  4. […] den Originalbeitrag weiterlesen: SEO vs. Content – Panda gegen die Online-Marketing Welt Content/ Zitat Ende Klicken Sie einfach auf den Link unter "Beitrag weiterlesen", dann gelangen […]

  5. Auch meiner Meinung nach geht das Panda-Update in die absolut richtige Richtung. Gute Inhalte werden relevanter – genau das sollte doch auch Sinn und Zweck einer Suchmaschine sein.

  6. Ich finde das Panda-Update ist eine ganz logische Entwicklung um die Qualität der Suchergebnisse sicher zu stellen. Denn Usergenerierter Content kann NIE so gut sein wie wirkliche Fachartikel von Experten.

    Deswegen wurden diese ganzen Ratgebercommunitys meiner Meinung nach zu Recht abgestraft und mussten ja teilweise wirklich Bluten in den SERPS.

  7. .. abwarten und Tee trinken, kein Benutzer ist wie der andere, kein Suchverhalten wie das nächste – Gewinner und Verlierer gibt es immer, gibt eben nicht so viele erste Plätze ;-)

    die Richtung vom Panda stimmt aber meines Erachtens nach: Qualität und Informationen für Menschen. (Von Menschen ;-)))

  8. Schon wieder wird es auf die Kernkompetenz gesetzt – früher oder später war das bei Google sowieso zu erwarten. Ich habe mich schon gewundert, wie können solche Farmen wie GuteFrage net sooo große Besucherzahlen durch gute Position in der Suchmaschine erreichen. Die Seite war qualitativ sehr schlecht. DIe Masse hat aber das Geschäft angetrieben.

    Der Satz am Anfang gefällt mir: “wie kann das Google verantworten”
    Google muss das überhaupt nicht verantworten, die Webmaster die qualitativ schlechte Seiten gemacht haben und unverantwortlich gehandelt haben haben das jetzt zu verantworten.
    Die Wahrheit und Qualität gewinnt wieder. Das ist doch gut.

  9. Ich bin großer Fan des Panda-Updates!
    Wenn man einmal in einer Umgebung arbeitet, die den ganzen Tag minderwertige Satellitenseiten aufsetzt, Texte im Textspinner zerdrechselt oder denkt, mit irgendwelchen kurzlebigen SEO-Maßnahmen den erfolg des Unternhemens zu sichern, dann muss man es lieben.
    Also ich libe das Internet und alle Möglichkeiten die es uns gibt und jeder dem es genauso geht, der sollte auch das Panda-Update lieben.
    Vielleicht sind wir jetzt auf dem Weg, dass SEO-Texter endlich ein anständiges Gehalt bekommen, Backlinks gesetzt werden, weil abgefahrene Projekte und Aktionen eines Unternehmens das Internet aufwühlen oder einfach nur, dass man endlich seinen Arsch in Gang bringt und sich größeren Projekten annimmt.
    Ich hoffe, dass das Panda-Update nur der Anfang ist und vielleicht schon bald Kreativität und Know-How zählt, statt SEO-Geld-SEO-Geld…

    Panda ist King!

  10. Matthias Ross

    Absolut richtig! Endlich hat Google mal erkannt, was wirklich auflange Sicht wichtig ist, und setzt das auch durch. Wer seine Seiten von Anfang an auf den Kunden ausgerichtet hat, braucht beim Panda nichts befürchten.

  11. Naja für die Seos die Ihre Arbeit Richtig gemacht haben geht der Spaß nun erst los. Hat man jetzt genügend Seiten die wirkliche Projekte sind dann sollte man einen guten Schub bekommen. Gerade eigener Content hat sich doch noch immer ausgezeichnet und solange das bleibt bin ich persönlich zufrieden und die denke der User auch

  12. Panda zerstört Existenzen? Ja, die von den faulen SEO´s, welche es nicht für nötig hielten, mal etwas Gescheites auf ihre Seiten zu packen. Mit denen habe ich kein Mitleid.

  13. Obwohl das Panda Update an sich eine gute Sache zu sein scheint wird man doch mal wieder daran erinnert dass man im Internet keine wirklichen Sicherheiten hat und Alles, oder Viel, schnell verlieren kann.

    Darüber hinaus funktioniert Panda auch (noch) nicht optimal. Ich lese immer wieder Forenbeiträge (in Amerika wo der Update schon weiter fortgeschritten ist) von Leuten Die sagen von ihren Autoblogs z.B. selbst mehr Besucher als vor dem Update zu bekommen. Google stellt irgendwelche Regeln auf, kann Diese aber nicht gut durchsetzen. Wer sich an die Regeln hält verliert von Link- und Kontentspammern und Wer sich dann entschliesst um auch auf solche Methoden zurückzugreifen läuft das Risiko um aus dem Index zu fliegen. Dies macht Alles ziemlich unberechenbar.

  14. Mittlerweile muss man auch beachten, was für ein “Content” King ist. Laut den neusten Aussagen erkennt Google schon ganz gut, was Spamblogs sind. So sollte beispielsweise auch die Länge der Blogbeiträge variieren. Außerdem sollte auf die Rechtschreibung geachtet werden. (SpamBlogs mit Google-Translation)

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