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Warum Online-Marketing? – Praxisguide für Kleinunternehmer

Das Thema Online-Marketing ist ein weitläufiges Feld mit welchem sich Unternehmer aus allen Branchen immer noch schwertun. Durch den Internetboom der letzten 15 Jahre wird es aber immer wichtiger auch für Kleinunternehmer sich mit dem Thema Online-Marketing zu beschäftigen und die richtigen Ziele zu formulieren. Vorher ging es auch ohne Internet und die Geschäfte liefen gut, warum sollte man sich also heutzutage mit dem Thema Online-Marketing beschäftigen, da dies doch nur Zeit und Ressourcen eines Unternehmens frisst?

Kennt noch jemand die Gelben Seiten?

Die Antwort ist ebenso einfach wie einleuchtend: Die Anderen machen es auch. Die Konkurrenz erreicht ihre Kunden über Online-Kanäle, die es vorher nicht gab. Dadurch gibt es zwar nicht mehr Kunden als vorher, aber das Verhalten der Menschen hat sich geändert. Bevor heutzutage etwas Größeres gekauft wird, fragt man zuallererst einmal Google. Früher hat man nochmal ganz gerne in die Gelben Seiten geschaut, wo denn die nächste Autowerkstatt ist, aber auch das ist vorbei. Wer nicht zumindest sein Unternehmen im Branchenverzeichnis von Google angemeldet hat, wer schlicht und einfach nicht mehr gefunden. Auch nicht in seinem eigenen Dorf.

Mein Freund Google

Bei 90% aller Kaufentscheidung geht heutzutage eine Internetrecherche voraus. Damit zählt Google fast schon genauso viel wie die persönliche Empfehlung eines Freundes. In den letzten Jahren ist ein Bild in den Köpfen der Menschen entstanden, welches sich sicher ist, dass Google Alles weiß. Also warum noch konventionellen Wetterbericht gucken, ein Lexikon oder Wörterbuch in die Hand nehmen, oder gar Werbeprospekte lesen? Alles Zeitverschwendung, denn mit einer kurzen Eingabe in die Suchmaske gibt es die Antwort auf Alles.

Unternehmer können das Rad nicht zurückdrehen

Auch Kleinunternehmer sollten sich deshalb nicht morgen, sondern heute damit arrangieren, dass ein Teil des Budgets in Online-Marketing fließen muss, um am Markt bestehen zu können. Oft hört man aber seufzende Unternehmer, die zwar schon in eine Webseite investiert haben, sich danach jedoch davon wieder abwenden, da sie festgestellt haben, dass durch die Webseite weder Verkäufe getätigt werden, noch neue Kunden für das Ladengeschäft geworben werden können. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig. Das kann von schlechter Beratung bis hin mangelndem Wissen über das Thema Online-Marketing sein. Auf jeden Fall sind jene Unternehmer davon überzeugt, dass über Online-Kanäle kein Umsatz erzielt werden kann. „Das schaffen nur die Großen!“

Der Frust ist groß!

Aber: Online-Marketing muss nicht unbedingt teuer sein. Mit einer ordentlichen und kontinuierlichen Strategie, kann auch mit kleinem Budget eine Menge erreicht werden. Untenstehend sind wichtige Tipps zusammengefasst, mit welchen ohne großen Geldaufwand viel erreicht werden kann. Vor allem interessant für Kleinunternehmer im Ländlichen.

Low-Budget Online-Marketing Tipps:

  • Eigene Facebook-Seite kreieren und dort Bestandskunden, Freunde und Bekannte einladen
  • Kostenloser Eintrag im Google Branchenverzeichnis
  • Suchmaschinenoptimierung mit Ortsnamen betreiben. Z. B. versuchen mit dem Keyword „Autowerkstatt + Musterstadt“ gefunden zu werden
  • Andere Social Media-Dienste wie Xing und Twitter in die Strategie mit einbinden
  • Im Ladengeschäft auf die eigene Webseite hinweisen, ggf. die Adresse auch auf die Produkte schreiben
  • Lieferanten und Kunden mit eigener nach Verlinkung mit guter Empfehlung fragen.
  • Freunde und Bekannte die einen Blog haben, könnten einen Artikel schreiben

Zeitlimits setzen!

Wichtig bei diesen Strategien ist, dass man sich ein genau kalkuliertes Zeitbudget aufbaut, welches auch eingehalten werden muss. Häufig verrennt man sich in der Euphorie des Social Media Marketings und verbringt zu viel Zeit mit unnützen Dingen. Es ist z. B. völlig ausreichend eine Stunde am Tag mit Facebook oder Twitter zu verbringen, damit das eigentliche operative Geschäft nicht vernachlässigt wird.

Jetzt wünsche ich viel Spaß mit der neu entworfenen Online-Marketing Strategie für dein Unternehmen!

 

10 Antworten

  1. Gudrun

    Vielen Dank für dieses Guide. Gerade für neue und junge Unternehmer ist dieser Blog sehr empfehlenswert! Weiter so!

  2. Ich finde nicht, dass es für ein Unternehmen eine Facebook-Seite genügt! Es lässt sich bestimmt über den Bekanntenkreis ein Student mit Nebengewerbe finden, der relativ günstig eine kleine Webseite bastelt. Häufig genügt auch schon eine vernünftige Onpage-Optimierung um unter „Autowerkstatt + Musterstadt“ gefunden zu werden…wobei das natürlich auch auf die größe der Stadt ankommt

  3. Tim

    Dein Wissen über Unternehmen/Unternehmensgründung ist echt immens. Ich bin wieder einmal erstaunt.Aber das Bild mit "Google weiß alles" ist wirklich mittlerweile in den Köpfen aller Leute, die jemals was vom Internet gehört haben. Absolut richtig. Das sollte man wissen! Dann kann man auch mehr aus einer Seite machen.

  4. Tipps und Tricks sind immer gut. Ob sich das für den Kleinunternehmer aber rechnet ist eine andere Sache. Ich schätze viele machen keine FB Seite oder ähnliches einfach aus dem Grund weil die Zielgruppe dort nicht angesprochen werden kann.

  5. Der Tipp ist gut und kann zum Erfolg führen. Meiner Ansicht nach sind aber auch Absätze im Text sehr wichtig, damit der Kunde sich seine Informationen besser Gedanklich zurechtstellen kann bzw. nur die Abschnitte liest, die Ihn interessieren.

  6. Auch wenn ich berufsbedingt das Thema Online-Marketing sehr schmalbandig (dafür aber recht intensiv) aus dem Kanzleimarketing-Blickwinkel von Anwaltskanzleien & Juristen behandele, so finde ich diesen kleinen
    "Praxisguide für Kleinunternehmer"(und als solches darf man auch den überwiegenden Teil der in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte, derzeit rd. 152.000 /Stand 03-2011, eigene ReNoSeo Recherche, getrost bezeichnen) gerade für eher regional ausgerichtete (Rechts-)Dienstleister und Freiberufler wie Ärzte, Architekten, Steuerberater aber auch Handwerker, als gute erste Hilfe mit praxisorientierten und vor allem kostenlos* umsetzbaren Handlungsempfehlungen.
    *Kostenlos natürlich nur wenn man die Zeit für die Umsetzung nicht rechnet…

    Zu den "gelben Seiten" möchte ich in Richtung Dieter – übrigens auch deshalb, da in der sehr konservativ geprägten Welt der kaum Internet affinen Juristen und Notaren eines der letzten stark von Gelbe Seiten dominierten Gebiete anzutreffen ist, folgendes anmerken:

    Es ist m.E. keine Frage der Daseinsberechtigung sondern eher eine Tatsache, dass dieser Branchenbuch-Dienstleister den Onlinetrend schlicht weg verschlafen und die Druckversion zu spät auf online umgestellt, bzw. parallel dazu betrieben hat. Natürlich werden die GS auch in Ihrer Printversion noch genutzt, aber der Nutzungsgrad in der Bevölkerung sinkt rapide, bei gleichzeitiger Bedeutungslosigkeit der online-Version

    Gerade für Kanzleigründer als Jungunternehmer werde ich diesen Blog gerne empfehlen – allerdings mit ein paar Ergänzungen hinsichtlich der Thematik
    "Online Reputation – Ihr guter Ruf online" und Bewertungen / Empfehlungen aus dem Bereich z.B. "Anwalt.de", "Xing international", "Google HotPot", "Qype", "kennstdueinen", "Yelp" usw., und auch da die neuen sogenannten "Google Places" (ehemals Lokale Branchenergebnisse genannt) bereits jetzt eine sehr stark zunehmende Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg von lokalen, bzw. regional ausgerichteten Firmen haben.

    Ansonsten Respekt für den Blog Betreiber, der das Thema für die Zielgruppe in ansprechender Weise aufgegriffen hat.

    Beste Grüße vom
    Kanzlei- & Anwalt-SEO

  7. günther

    Ich habe festgestellt, dass etwa 90 % aller Firmen, die ich für irgend eine Dienstleistung gesucht habe, entweder gar nicht oder nur sehr schlecht über Google zu finden waren. Über Gelbe Seiten habe ich über den Umkreisfinder und zusätzlich über Print die Firmen gefunden, die ich meiner Nähe gesucht habe – und zwar in wenigen Minuten und nicht über eine stundenlange und erfolglose Googlerei

  8. Eine Sache, die mich ein wenig “stört “, ist, dass Social Marketing bzw. Social Media als Synonym für Internetmarketing/online Marketing verwendet wird. Das ist wohl dem Hype geschuldet. Obwohl SM zwar wichtig sein kann, ist es eben doch nur ein Marketinginstrument aus dem Marketing-Mix. Gerade junge Unternehmen benötigen zu Beginn schnell und profitable Aufträge. Social Media wirkt eher langfristig und ist, sofern es erfolgbringend sein soll, sehr zeitaufwendig und damit teuer. Aber natürlich ist dies vom Business abhängig.

  9. Kerstin

    Ich würde mal bei marketingfish.de nachschauen. Da findet man eine Menge Beispiele zum Online-Marketing, zu Social Media und zu anderen Markting-Themen. Heute morgen gibt es gerade einen spannenden Artikel zum Thema Betrug im Affiliate Marketing, siehe http://www.marketingfish.de/all/vorsicht-vor-betruegen-im-affiliate-marketing-5930/
    Denn ob Social Media das Mittel der Wahl ist, hängt ganz stark vom angebotenen Produkt bzw. von der Dienstleistung ab. Wenn ich z. B. einen Online-Shop mit Pralinen bewerben möchte, die lecker schmecken und nicht dick machen ;)), dann ist Facebook sicherlich ein zentraler Bestandteil im Online-Marketing. Biete ich hingegen eine lokale Dienstleistung an, z. B. Steuerrecht, dann kann ich eher mit einem Blog auf meine Kompetenz hinweisen und Facebook hat dann eine nicht ganz so zentrale Position in meinem Marketing-Mix.

  10. […] Budget Online-Marketing“-Tipps zusammen, die sich jeder Gründer zumindest kurz anschauen sollte. Praxisguide für Kleinunternehmer […]

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