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Jetzt sitz ich in der Tinte – mit Brother, HP, Canon & co.

Was haben eine Druckerpatrone und eine Flasche vom besten Champagner gemeinsam?
Der Preis! Glaubt ihr nicht? Hier ein kleines Rechenbeispiel:

1 Tintenpatrone = 40 ml = 16,99 € im Kaufhaus

Jetzt kommt ein bisschen Dreisatz:

Wenn 40 ml = 16,99 € kosten, dann kostet 1 ml = 42 Cent. Hochgerechnet auf einen Liter sind das 424,75 €!

Jeder kennt ja mittlerweile die Beschriftungen in Supermärkten. Heutzutage müssen bei Lebensmitteln und Getränken immer Kilo- bzw. Literpreise angegeben werden, damit der Verbraucher bei 376,53 Gramm-Packungen nicht allzu sehr verwirrt wird. Aber warum gilt das nur bei Lebensmitteln? Ich stelle mir gerade vor, dass ich durch den Supermarkt schlendere, auf der Suche nach neuen Schnäppchen und plötzlich sticht mir folgendes ins Auge:

Tintenpatrone Preis pro Liter

Ich denke, dass dieses Preisschild durchaus mit der Auspreisung eines teuren Weines oder Champagners in einem Gourmetladen mithalten kann. Wie kann ein alltägliches Produkt wie Tinte so teuer sein. Ich erinnere mich an meine Grundschulzeit mit dem guten alten Füllfederhalter. Damals hat die Sechserpackung Patronen 99 Pfennig gekostet. Natürlich ist die Qualität der Druckertinte wesentlich besser als früher. Aber rechtfertigt das diesen enormen Preis?

Brauche ich Gelb für einen Schwarz/Weiß-Druck?!?

Es gibt ja noch mehr zu erzählen, wie die Firmen den Kunden zur Kasse bitten. Bei Hewlett Packard (HP) bekommt man für die drei Farben Cyan, Magenta und Gelb nur eine einzige Patrone. Was tut man also wenn Gelb leer ist, Magenta aber noch voll ist? Richtig. Die komplette Kartusche wird weggeschmissen und eine Neue muss her. Ein anderes interessantes Beispiel bietet Brother: Die Drucker aus diesem Hause haben zwar getrennte Patronen, wenn aber eine Patrone leer ist, dann druckt das High-Tech Gerät gar nichts mehr. Dieses interessante Erlebnis hatte ich einmal mit meinem Drucker. Ich wollte einfach nur einen Text (s/w) drucken und plötzlich blinkte die nette Fehlermeldung auf, ich solle mir doch eine neue Cyan-Patrone kaufen. Mein Brother druckt nicht weiter! Ich wurde richtig sauer! Nicht nur, dass ich mich gefragt habe, wofür ich denn wohl cyan für eine s/w-Seite brauche, nein, noch viel mehr:

10 % der Tinte wird weggeschmissen

Jedesmal, wenn ich die Patronen wechsele, dann ärgere ich mich, über die Restmenge – was nicht gerade wenig ist – die in der Kartusche bleibt. Die nächste Falle der Hersteller. Durch meinen ganzen Ärger habe ich dann ein bisschen geforscht und herausgefunden, wie der Tintenfüllstandsanzeiger im Drucker arbeitet. Es ist einfach nur ein kleiner Sensor, der am Rand der Patrone schaut, wie viel Tinte noch in der Patrone ist. Ein ganz einfaches Prinzip:

Dunkel = Voll
Hell = Leer

Mit ein bisschen Klebeband viel Geld sparen

Dann sollte sich dieses High-Tech-System doch eigentlich überlisten lassen. Und so funktioniert´s: Die Patrone aus dem Drucker herausnehmen und ein bisschen dunkles Klebeband um das Sichtfenster wickeln. Die genaue Stelle ist bei jedem Modell verschieden, jedoch ziemlich leicht zu erkennen. Die Patrone wieder einsetzen und schon denkt der Drucker, dass eine frische Patrone im Drucker steckt, obwohl er gerade noch angezeigt hat, dass sie leer ist. Jetzt kann man munter weiterdrucken. Allerdings sollte man das Ganze nicht zu weit treiben und die Patrone nie 100 % leer werden lassen, da sonst die Druckerdüsen Luft anstatt Tinte ziehen und evtl. beschädigt werden. Ich übernehme keine Haftung!

Refill-Patronen drucken genauso gut

Außerdem empfehle ich noch Refill-Patronen zu kaufen. Die gibt es für nur ein paar Euro und drucken in der gleichen Qualität. Ich habe den Test gemacht und sowohl mit Originaltinte, als auch mit Refill-Tinte das Gleiche Foto gedruckt und habe keinen Unterschied festgestellt. In diesem Sinne:

Gut Druck!

 

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