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Ist Social Seeding das neue Affiliate Marketing in Zeiten von Web 2.0?

christopher-reuter-sharemaxWer sich ein bisschen mit Online Marketing auskennt und zum ersten Mal mit Social Seeding auseinandersetzt, fühlt sich spontan an Affiliate Marketing erinnert. Affiliates sind Online-Vertriebspartner, die auf ihrer eigenen Website Werbemittel von sogenannten Merchants platzieren, um damit Geld zu verdienen. Merchants beziehungsweise Advertiser betreiben für ihre Onlinewerbung Partnerprogramme und stellen hierfür digitale Werbemittel wie Banner und Layer bereit. Um leichter Vertriebspartner zu finden, machen viele Advertiser zusätzlich in Affiliate Netzwerken mit. So ähnlich schließen sich auch Advertiser von Seeding Kampagnen auf Social Seeding Plattformen zusammen, um die User besser zu erreichen. Im Prinzip läuft der Kontakt zwischen Advertisern und Usern beim Social Seeding auch ähnlich wie in Affiliate Netzwerken ab und dennoch gibt es erhebliche Unterschiede.

Wie Affiliate-Netzwerke funktionieren

Advertiser suchen in Affiliate Netzwerken nach Publishern also anderen Websitebetreibern, die bereitgestellte Werbemittel möglichst prominent auf ihren Seiten platzieren. Für Klicks und andere Besucheraktionen erhalten Publisher als Vertriebspartner dann eine Vergütung. Affiliates müssen sich zuerst mit ihrer zur Veröffentlichung vorgesehenen Website beim Advertiser bewerben, damit dieser überprüfen kann, ob die Website inhaltlich zu seinen Geschäftsinhalten und Werbemitteln passt. Mit anderen Worten soll dadurch verhindert werden, dass sich Hinz und Kunz eine Website mit Bannern und Buttons ohne jeglichen inhaltlichen Bezug vollpflastern kann. Für Besucheraktivitäten auf der Website des Vertriebspartners gibt es verschiedene Vergütungsmodelle. „Pay per Click“ ist dabei die am meisten verbreitete Variante. Manche Online-Shopbetreiber vergüten Umsatzbeteiligungen, wenn ein Verkauf nach Shopzutritt über das Werbemittel erfolgt ist. Ein Verkauf muss nicht beim ersten Seitenbesuch stattfinden, denn die Anbieter setzen meistens Cookies ein. Das setzt allerdings voraus, dass der Seitenbesucher diese zulässt und er die Shopseite zuvor noch nicht über einen anderen Zugangsweg betreten hatte. Das Provisionsmodell bei Shopverkäufen nennt sich „Pay per Sale“. Hierbei erfolgt eine prozentuale Umsatzbeteiligung. Daneben gibt es mit „Pay per Lead“ auch Vergütungsmodelle für Registrierungen, Anmeldungen für Newsletter und ähnliche Aktivitäten. Alles in allem sind die Vergütungsstrukturen beim Affiliate Marketing recht differenziert. Auch für Social Seeding Inhalte zahlt der Advertiser dem Profilseiteninhaber im sozialen Netzwerk eine Vergütung für jeden Klick. Was bei allen formalen Ähnlichkeiten Affiliate Marketing von Social Seeding jedoch unterscheidet, ist, dass es sich beim Affiliate Marketing um direkte Werbebotschaften handelt und virale Effekte nicht greifen.

Beim Social Seeding zählen nicht nur die Verdienstmöglichkeiten

Auch beim Social Seeding profitieren Publisher, indem sie Vergütungen für jeden Klick auf gepostete Inhalte erhalten. Im Gegensatz zu Affiliate-Werbung ist die Verdienstmöglichkeit allerdings nicht das einzig mögliche Motiv für ein Posting in den Social Media. Nützliche und interessante Inhalte bieten noch weitere Vorzüge. Erstens kann sich ein Netzwerkteilnehmer bei seinen Freunden damit beliebter machen und zweitens neue Freunde leichter hinzugewinnen. Er pflegt sozusagen mit einem Social Seeding Post seine Reputation in seinem Netzwerk und schafft zugleich die Basis für einen neuen Diskussionthread auf seiner Profilseite. Davon abgesehen handelt es sich bei Seeding-Beiträgen nicht um plakative Werbung, die in den Social Media ja ohnehin verpönt ist, sondern um nützliche Inhalte mit Mehrwert für andere Nutzer. Ein Ratgeber zur Fellpflege von Haustieren ist eben etwas anderes als ein Onlineangebot für Tiernahrung und eine Gutscheinaktion spannender als die Weiterleitung zu einem Online-Shop.

Social Seeding ist auch für Blogbetreiber interessant

Wer einen Blog betreibt, möchte möglichst viele Besucher zu Stammlesern machen. Das gelingt allerdings nur mit interessanten Beiträgen. Banner und Layer können hier mehr schaden als nutzen, denn sie schrecken viele Besucher ab. Vor allem dann, wenn sie zu auffällig platziert sind und der Nutzer sie nur noch als Störfaktor wahrnimmt. Demgegenüber lässt sich ein Social Seeding Inhalt – wie alle anderen Beiträge – als Blogbeitrag einstellen. Kein Leser wird es dem Betreiber verübeln, wenn dieser zur Abwechslung auch mal ein lustiges Video oder eine spannende Kampagne präsentiert, sofern der Beitrag zu den Themen des Blogs passt. Leser können diese Blogeinträge genauso wie Postings in den sozialen Netzen mit anderen Nutzern teilen und sorgen dadurch für deren virale Verbreitung. Diese Effekte sind bei digitalen Werbemitteln nicht möglich, denn im Affiliate Marketing lassen sich höhere Reichweiten ausschließlich über eine breite Streuung von Werbemitteln generieren. Damit stößt Affiliate Marketing anders als Marketing in den Social Media schnell an seine Grenzen.

Ist Social Seeding die Zukunft im Online Marketing?

Web 2.0 hat das sowohl das Internet als auch das Online-Marketing nachhaltig verändert. Dabei scheint sich eines immer wieder zu bestätigen: Erst die Möglichkeiten des Web 2.0 haben das Internet wirklich erwachsen gemacht. Während klassische Marketingformen wie Affiliate Marketing stagnieren oder einen Bedeutungsverlust erleiden, gewinnen die neuen Möglichkeiten des Social Media Marketing an Bedeutung hinzu. Für die Nutzergeneration der sozialen Medien hat Glaubwürdigkeit einen besonders hohen Stellenwert. Simple Werbebotschaften kommen heute nicht mehr an oder werden zumindest kritischer als je zuvor hinterfragt. Unternehmen sind nunmehr gefordert, Aufmerksamkeit für ihre Produkte und Dienstleistungen auf völlig neue Weise zu erzeugen und damit konfrontiert, Kunden einbeziehen zu müssen. Diese interessieren sich beispielsweise immer öfter für die Produktionsbedingungen selbst und wollen wissen, ob verwendete Rohstoffe aus nachhaltiger Produktion stammen. Inhalte, die Interessantes, Wissenswertes und Nützliches vermitteln, gehört deshalb die Zukunft im Online Marketing. Social Seeding ist eine daran angepasste Strategie, mit der sich Inhalte durch Einbeziehung der Nutzer gezielt verbreiten lassen. Das beschert Anbietern von Produkten und Dienstleistungen hohe Reichweiten bei vergleichsweise geringem Aufwand und niedrigen Kosten.

Fazit

Formale Ähnlichkeiten zwischen dem Affiliate Marketing und dem Social Seeding sind unübersehbar. Das betrifft allerdings in erster Linie die Publizierungsmethoden über die Netzwerke, in denen sich Advertiser und Publisher begegnen. Funktional und inhaltlich trennen die beiden Marketingformen jedoch Welten. Erstens stößt Affiliate Marketing bei der Reichweitengenerierung schnell an Grenzen, die Social Seeding nicht kennt, und zweitens handelt es sich bei Seeding-Inhalten in der Regel nicht um direkte Werbung für ein Produkt oder ein Unternehmen, sondern um Beiträge, die dem Leser einen Mehrwert bieten. Dieser feine aber bedeutsame Unterschied kommt den Nutzererwartungen in der heutigen Zeit entgegen. Nutzer wollen informiert und unterhalten, aber nicht mehr mit Werbung überhäuft werden.

In Bezug auf Social Media Marketing ist Social Seeding schon eine Art Affiliate Marketing 2.0. Doch sind wir ziemlich sicher, dass die Advertiser und Publisher von Social Seeding Kampagnen mit herkömmlichen kommerziellen Vermarktungsmethoden lieber nicht in Verbindung gebracht werden möchten. Aus verständlichen Gründen.

Der Autor:

Christopher Reuter beschäftigt sich seit 2007 mit dem Thema Online Marketing, vor allem Social Seeding. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Social Seeding-Plattform shareMAX

 
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